Translation

Horst Schumacher

                    SONNENGLOBUS
                                                                      Mit Sonnenfinsternisse


Das elektronische Spaceglobeprodukt entspricht neuestem wissenschaftlichen Standard nach dem Fundamental- u. Konstantensystem der Internat. Astronomischen Union (IAU 1976, 1979 u. 1981).                         

Der dreh- u. neigbare Sonne liegt mit 0.001 Bogensekunde (einschließlich Umfeld), ±4000 Jahr und  ±6000 Jahre noch theoretisch 1´´ Genauigkeit  über der Grenze des mit Amateurmitteln Nachweisbaren (1´´,0.5´´ entspricht der Auflösungsgrenze eines Teleskops mit 60-200 mm Öffnung, 0.01´´ das der weltgrößten Teleskope). Infolge der Luftunruhe (seeing) erreichen praktisch selbst die größten Teleskope selten das theoretische Auflösungsvermögen. Die Sonne ist selbsterklärend.                                                

Naturverlauf aller Phänomene in Echtzeit (real-time) mit fld. Datum- u. Uhrzeitanzeige für 18 000 Jahre, vom 1.1.8001 v. Chr. bis 31.12.8000 n. Chr., in verkleinerter Dimension: Planetentransite, sämtl. Finsternisabläufe u.v.m.                                                                                                        
Nach Datum- u. Uhrzeiteingabe erscheint der Finsternisverlauf am Sonnenglobus mit Finsternisphase, Perlschnurphänomen, Korona, Protuberanzen; am Erdglobus der Finsternisverlauf mit Totalitätszone, Finsternisgebiet, Tag-/Nachtseite, Dämmerungszonen u.a. (wahlweise fld. Datum- u. Uhrzeitanzeige).
Das Planetarium des Erde-Mond-Systems ermöglicht die naturgetreue Wiedergabe der Sonnenfinsternisse u. Schattenlagen in jeder Winkellage (einschließlich Bahn- u. Positionswiedergabe der das Erde-Mond-System kreuzenden Planetoiden und Kometen unter Berücksichtigung ihrer Bahnstörungen).

Das virtuelle Gerät ist in jede Richtung dreh- u. neigbar.                                                

Zusätzl.: Gradnetze, maßstäbl. Vergrößerungen (Teleskop, Zoom), Erweiterungen, der Himmelsregion mit Planeten u. Sternen nahe der scheinbaren Sonnenbahn, unter Berücksichtigung der heliozentr. Eigenbewegung, Entfernung u.  Radialgeschwindigkeit, wahres Äquinoktium des Datums (genaue scheinbare, geozentr. Sternposition, ab 1800 bis 2100 auf 0.1'' , 4000 v. Chr./8000 n. Chr. noch 1' genau) . Über 182322 anklickbare ekliptikale Hintergrundsterne des gegenwärtig präzisesten Sternkatalogs Hpparcos. Inform. zu den Planeten, Sternen u. Phänomenen durch Anklicken.
Der gesamte Finsternisablauf wird am Sonnen-, Mond- u. Erdglobus sowie Weltkarte wiedergegeben, ebenso der wandernde Kern- u. Halbschatten des Mondes auf der Fundamentalebene unter Angabe der Finsterniselemente.
Technische u. physische Daten in Tabellenform abrufbar, Sonnenrotation mit Sonnenflecken. Merkur- u. Venusdurchgänge, für 18 000 Jahre, einschließlich sämtliche Daten. Die Himmelsfarbe enstspricht dem jeweiligen Sonnen- bzw. Finsternisstand.Tastenkürzel (Shortcuts):
Wahl der Tasten J/A/D nach der Datumseingabe bzw. den jeweiligen Button anklicken. Differenz mitteleuropäische Zonenzeit (MEZ)  - Weltzeit (UT) = +1 Std.
Die MEZ ist daher um 1 Stunde zu vermindern, um UT zu erhalten (Weltzeit = MEZ - 1h. Während der mitteleuropäischen Sommerzeit: Weltzeit  UT = MESZ - 2h).

Taste A: Weltzeiteingabe mit intern approximierter Zeitkorrektur 
DT auf  1 Zeitminute.
Taste J: Eingabe der Weltzeit mit genauer Zeitkorrektur
DT ür Bogen- u. Zeitsekundengenauigkeit.
Taste D: Eingabe der dynamischen Zeit für Bogen- u. Zeitsekundengenauigkeit.
DT entfällt.

Datum, Uhrzeit  (Weltzeit UT) u. Eingabe der geographischen Länge u. Breite.
Datum.................: 10.11.1973    (10. Nov. 1973  Taste  J)
UT = TT -
D T....: 43s  (TT = terrestrial time, Epehemeridenzeit; UT = universal time, Weltzeit)
Uhrzeit...............: 10h32m UT
Geograph. Breite.: 50° nördl. Br.
Geograph.  Länge: 7° Grad östliche L.
NN....................: 200  m  ü.d.M.
Ort.....................: Frankfurt/Main
Merkur nahe der Sonnenmitte.

Sämtliche Eingaben in sexagesimaler Form: Grad (°), Bogenminuten (´) u.  Bogensekunden (´´) bzw.  Stunden (h), Minuten (m) u.  Sekunden (s) - Eingabe mit der Return- bzw.  Entertaste abschließen.
Geograph. Längen-, Breitengrade u. Höhe über dem Meeresspiegel (NN) nach einer Welt- oder topographischen Kart. Historische Sonnenfinsternisse (Exemplifikation)

Totale Sonnenfinsternis am 15.6.763 v. Chr. Aus assyrischer Keilinschrift: »Aufstand in der Stadt Assur.  Im Monat Sivan erlitt die Sonne eine Verfinsterung«.  Sarosnr.  134.  Lunationsnr.  -32919.
Die hier erwähnten Ereignisse der Geschichte treten natürlich nicht immer gleichzeitig mit den Finsternissen ein.
In der Hauptstadt des alten assyr.  Reiches Assur sichtbare große Sonnenfinsternis.
Datum................:  15.6.-762    (Taste  T, A)
Uhrzeit...............:  6h58m8s  UT   (9h50m16s  MOZ [mittlere Ortszeit Assur])
Geograph.  Breite:  35o 30´
Geograph.  Länge:  43o2´           
NN....................:  0          
Ort.....................:  Assur
Totale Phase in Assur (102 %), Totalitätsdauer 4m38s.

Totale Sonnenfinsternis 19.5.557 v. Chr. (Xenophon, Anabasis III).  Kyros II. besiegt das Mederreich, erobert die Stadt Larissa.  Sarosnr.  138.  Lunationsnr.  -30372.
RSonnenfinsternis - Kyros II.
Datum................:  19.5.-556    (Taste T, A)
Uhrzeit...............:  0
Geograph.  Breite:  22o 28´
Geograph.  Länge:  39o37´           
NN.....................:  0          
Ort.....................:  Larissa
Intervall Lunation: 1 Lunation.

Ringförmige Sonnenfinsternis 17.2.478 v. Chr. (Herodot, Historien VII), Kriegsmarsch des Perserheeres unter Xerxes.  Schlacht am Thermopylenpaß u.  Salamis.  Sarosnr.  132.  Lunatiosnr.  -29398.
Sonnenfinsternis - Xerxes  .
Datum................:  17.2.-477    (Taste T, A)
Uhrzeit...............:  9h19m 28s  UT   (10h53m24s  MOZ [mittlere Ortszeit Assur])
Geograph.  Breite:  37o 43´
Geograph.  Länge:  23o29´           
NN.....................:  0          
Ort.....................:  Salamis
Sonne zu 92.7 % verfinstert.

Ringförmige Sonnenfinsternis am 14.8.394 v. Chr. (Xenophon, Hellenica IV).  Ende der Kampfhandlungen der Spartiaten gegen die Perser.  Sarosnr.  148.  Lunationsnr.  -28353.
RSonnenfinsternis - Spartiaten.
Datum................:  14.8.-393
Uhrzeit...............:  7h20m9s  UT   (8h53m21s  MOZ [mittlere Ortszeit Assur])
Geograph.  Breite:  41o 48´54´´
Geograph.  Länge:  23o18´6´´           
NN....................:  0          
Ort.....................:  -
Verfinsterungsgrad 95.6 %.

Totale Sonnenfinsternis am 19.10.202 v.  Chr.  (Zonaras Ann.  IX).  2.  Punischer Krieg. Hannibal verlor die letzte große Schlacht gegen den röm. Heerführer Scipio Africanus bei Zama. Sarosnr. 159. Lunationsnr.  -25976.
Sonnenfinsternis - Hannibal.
Datum................:  19.10.-201    (Taste A)
Uhrzeit...............:  8h40m47s  UT   (9h18m23s  MOZ Zama)
Geograph.  Breite:  35o 48´00´´
Geograph.  Länge:    9o24´00´´ 
NN.....................:   0          
Ort.....................:  Zama
 
Totale Sonnenfinsternis am 24.11.29 n. Chr. (Eusebios bei Synkellos 614). Großes Erdbeben in Bithynien.  Nicäa zerstört.  Sarosnr.  152.  Lunationsnr.  -23130.
Sonnenfinsternis - Erdbeben von Nicäa am 24.11.29.
Datum................:  24.11.29    (Taste A)
Uhrzeit...............:  8h10m3s  UT   (9h59m51s  MOZ Nicäa)
Geograph.  Breite:  40o 24´00´´
Geograph.  Länge:  29o42´00´´           
NN.....................:  0          
Ort.....................:  Nicäa
Der byzant. Gelehrte Photios schrieb im 9 Jhd. über diese Finsternis: »Es war eine große Sonnenfinsternis, wie frühere Jahrh. sie nie erlebt haben. Um die sechste Stunde war es so dunkel, daß die Sterne erschienen«.

Totale Sonnenfinsternis 1.8.45 n. Chr. (Dio Cassius, Röm. Geschichte LX) - Kaiser Claudius beobachtete sie an seinem Geburtstag.  Sarosnr.  165.  Lunationsnr.  -22936.
Sonnenfinsternis - Kaiser Claudius.
Datum................: 1.8.45    (Taste A)
Uhrzeit...............:  8h6m59s  UT   (8h56m55s  MOZ Nicäa)
Geograph.  Breite:  41o 54´00´´
Geograph.  Länge:  12o29´00´´           
NN....................:  0          
Ort.....................:   Rom

Ringförmige Sonnenfinsternis 7.10.218 n.  Chr. (Dio Cassius, Röm. Geschichte LXXVIII).  Ermordung des Kaisers Macrinus. Komet Halley am 18.5.218 im Perihel (s.  Begleittext »Himmelsglobus«).  Sarosnr.  166.  Lunationsnr.  -20794.
Sonnenfinsternis - Kaiser Macrinus.
Datum................: 17.10.218    (Taste A)
Uhrzeit...............:  5h48m 24s  UT   (6h38m20s  MOZ Rom)
Geograph.  Breite:  41o 54´00´´
Geograph.  Länge:  12o29´00´´           
NN....................:  0          
Ort.....................:   Rom
Verfinsterungsgrad 85.8 %.  Gradnetz 30 Grad.  Objekte anklicken.

Ringförmige Sonnenfinsternis 6.8.324 n. Chr. (Georgii Hamartoli Chronic.lib.). Erdbeben in Campanien.  Konzil von Nicäa.  Sarosnr.  179.  Lunationsnr.  -19485.
RSonnenfinsternis - Erdbeben v.  6.8.324.
Datum................:  6.8.324    (Taste A)
Uhrzeit...............:  14h27m37s  UT   (15h24m41s  MOZ )
Geograph.  Breite:  40o 52´00´´
Geograph.  Länge:  14o16´00´´           
NN.....................:   0          
Ort.....................:   Neapel
Lokale Phase 63.8 %. 

Ringförmige Sonnenfinsternis 28.8.360 n. Chr. (Amminius Marcellinus XX). Kriegshandlungen um die Städte Singara, Nisibis u.  Amida.  Sarosnr.  179.  Lunationsnr.  -19039.
Sonnenfinsternis am 28.8.360.
Datum................:  28.8.360
Uhrzeit...............:  0
Geograph.  Breite:  0
Geograph.  Länge:  0           
NN....................:   0          
Ort.....................:  -
Lunation: 1, Erdglobus.

Totale Sonnenfinsternis 16.6.364 n. Chr. (Theon Comment) - Theon der Jüngere beobachtete sie in Alexandria.  Sarosnr.  181.  Lunationsnr.  -18992.
Sonnenfinsternis des Theon.
Datum................:  16.6.364
Uhrzeit...............:  14h0m5s  UT   (15h59m41s  MOZ Alexandria                                                                       
Geograph.  Breite:  31o11´00´´
Geograph.  Länge:  29o24´00´´           
NN....................:   0          
Ort....................:   Alexandria
Lunation 1.

Ringförmige Sonnenfinsternis 4.10.590 n. Chr. (Zonaras, Ann.  XIV). Friedensschluß mit den Persern.  Rückzug des Kaisers Maurikios nach Thrakien.  Sarosnr.  172.  Lunationsnr.  -16193.
RSonnenfinsternis - Kaiser Maurikios.                                                                                 
Datum................:  4.10.590
Uhrzeit...............:  11h21m28s  UT   (13h9m28s  MOZ)
Geograph.  Breite:  41o00´00´´           
Geograph.  Länge:  27o00´00´
NN....................: 0
Ort.....................:   Alexandria
Lunation 1. Gradnetz Deklination 1 Grad.  Info - Objekte anklicken.

Ringförmige Sonnenfinsternis am 2.10.1084 n. Chr. (Anne Komnene, Alexiade VII). Diese Finsternis benutzte Alexios I. um die Petschenegen einzuschüchtern.  Sarosnr.  209.  Lunationsnr.  -10083. 
Sonnenfinsternis des Alexios I.
Datum................:  2.10.1084
Uhrzeit...............:  14h13m58s  UT   (16h9m58s  MOZ Konstantinopel)
Geograph.  Breite:  41o00´00´´           
Geograph.  Länge:  29o00´00´´
NN....................:   0          
Ort....................:   Konstantinopel                                                                                                                           
Zeitablauf der in Deutschland sichtbaren totalen Sonnenfinsternis am 11.8.1999 zum Jahrtausendwechsel Sarosnr.  235.  Lunationsnr.  1232.

Sonnenfinsternis - Euro-Währung, Krieg der NATO mit Jugoslawien.  Schweres Erdbeben in der Türkei 17.8.99, 3 Uhr, Izmit: 13000 Toten, 600000 Menschen obdachlos.
Datum................: 11.8.1999  
UT = TT -
DT....: 63s  
Uhrzeit..............: 10h32m22s UT
Geograph.  Breite:  48o9´       
Geograph.  Länge:  11o37´            
NN....................:   600          
Ort....................: München
Taste U - Zeitablauf.  Die letzte in Deutschland sichtbare totale Sonnenfinsternis war am 12.5.1706; totale Sonnenfinsternis am 8.7.1842 Schweiz/Österreich, am 15.2.1961 Italien (Toskana).

Sonne in Konjunktion mit Regulus vor 3000 Jahren.
Datum................: 21.7.-1000
Uhrzeit...............: 19h00m00s UT
Geograph.  Breite:  49o       
Geograph.  Länge:  7o            
NN....................:   600          
Ort....................: -
Objekte anklicken.

Totale Finsternis 10.7.1972. Phase kurz vor Sonnenuntergang. Sarosnr. 216. Lunationsnr. 897.  Anfang der Finsternis 19h30.40m UT. Sonnenhöhe 1.214 Grad, Azimut 125.801 Grad.  Sonnenuntergang: 19h47.1m UT, Phase 27.3 %.
RSonnenfinsternis bei Sonnenuntergang.
Datum...............: 10.7.1972      
UT = TT - 
DT...: 42s 
Uhrzeit...............: 19h37m00s UT
Geograph.  Breite:  51o58´       
Geograph.  Länge:   7o38´            
NN....................:   0          
Ort....................: Münster

Merkurdurchgang.
Datum................: 9.5.1970    
UT = TT - 
DT...: 40s    (DT siehe “Sternbeobachtung”)
Uhrzeit...............:  4h20mUT
Geograph.  Breite:  51o29´       
Geograph.  Länge:    7o12´            
NN.....................:   0          
Ort.....................: -
Vergrößerung 100fach.  Sonnenrand nahe Merkur anklicken.  Taste N - Gradnetz: 30 Grad.

Venusdurchgang.
Datum................:  8.6.2004
Uhrzeit...............:  5h21m UT
Geograph.  Breite:  50o07´       
Geograph.  Länge:   8o41´            
NN....................:   300          
Ort....................: Frankfurt/M.
Vergr.  100fach. Sonnenrand nahe Venus anklicken. Information nach Anklicken.  Anblick der planetaren Nachtseite in unterer u. der Tagseite in oberer Konjunktion.  Entfernung 43.2 Mill. km.

Merkurtransite.
Datum................: 1.1.1900  (Taste T, D)
Uhrzeit...............:  0 UT
Geograph.  Breite:  49o       
Geograph.  Länge:    7o            
NN.....................:   600          
Ort.....................: -
Untere Transite.

Venustransite.
Datum................: 1.1.1900  (Taste T, D) 
Uhrzeit...............:  0 UT
Geograph.  Breite:  49o       
Geograph.  Länge:    7o            
NN....................:   600          
Ort....................: -
Untere Transite.

Die in Deutschland erste notierte Sonnenfinsternis stammt aus der »Metzer Handschrift«. Sarosnr.  187. Lunationsr.  -16844.
Erste in Deutschland schriftlich erwähnte Sonnenfinsternis.
Datum................:  15.2.538
Uhrzeit...............:  8h8m 55s UT
Geograph.  Breite:  48o       
Geograph.  Länge:  11o            
NN....................:   600          
Ort....................: München

Kaiser Ludwig I., der Fromme, starb 840 bei Ingelheim/Rhein vor Schreck über eine hereinbrechende Sonnenfinsternis.  Sarosnr. 180.  Lunationsnr.  -13106.
RSonnenfinstenis - Kaiser Ludwig I.
Datum................:  5.5.840
Uhrzeit...............:  12h30m 39s UT
Geograph.  Breite:  49o58´       
Geograph.  Länge:    8o4´      
NN....................:   0        
Ort....................:  Ingelheim/Rhein
Phase 92.5 %.

Bedeckung der Venus durch die Sonne (obere Konjunktion).
Oberer Venustransit.
Datum..................:  12.6.1992 (Taste D) 
Uhrzeit.................:  19h50m  TT (terrestrial time)
Geograph.  Breite..:  49o
Dynamische Länge:    7o      
NN......................:   0        
Ort......................:  -
Venus 259.6 Mill. km entfernt. Taste G - Globus, Taste T. Vergrößerung 100fach.  Sonnenrand nahe Venus anklicken. Taste N - Gradnetz: 10 Grad. Austritt 14.  Juni, 9h20m TT.

Saturn mit Mond Titan scheinbar nahe dem Nordpol der Sonne.
Datum..................:  6.1.1990 
Uhrzeit.................:  21h6m  TT
Geograph.  Breite..:  49o   
Dynamische Länge:    7o
NN......................:   0        
Ort......................:  -
Gradnetz: 1 Grad.  Taste G - Globus. Taste T, 100fache Vergrößerung. Sonnenrand unter Saturn anklicken. Saturn Konjunktion Sonne in Rektaszension, um 21 Uhr 7.4 Min. TT. Ekl.  Breite  +0.287o.

Der Jesuitenpater Clavius beobachtete am 9.4.1567 eine ringförmig-totale Sonnenfinsternis von Rom aus, die dort wenige Sekunden total sichtbar war. Clavius hielt diese Finsternis für ringförmig u. die während der totalen Phase 15 Sek. sichtbare Korona für den nicht verdeckten Sonnenrand. Sarosnr.  202.  Lunationsnr.  -4115.
RSonnenfinsternis des Clavius.
Datum................:  9.4.1567
Uhrzeit...............:  11h18m12s UT
Geograph.  Breite:  41o47´       
Geograph.  Länge:  12o29´      
NN....................:   0        
Ort....................:  Rom

Online-Adresse Raumsonde Soho. Mit dem 1.5 Millionen km entfernt stationierten Solar and Heliographic Observatory (Soho) aufgenommene Bilder der Sonne
http://sohowww.nascom.nasa.gov. Vgl. »Sterne und Weltraum«, Heft 8-9/1998, S. 713,724-731.

Der norwegische Polarforscher Fridtjof Nansen driftete 1893-1896 mit der »Fram« im Packeis des Nordpolarmeeres. Dort beobachtete Nansen die Sonnenfinsternis vom 6.4.1894 zur Bestimmung seiner Position auf See.  Sarosnr.  227.  Lunationsnr.  -71.
RSonnenfinsternis vom 6.4.1894.
Datum................:  6.4.1894 (Taste T,J)
UT = TT - 
DT...:  -6s  
Uhrzeit...............:   5h3m UT
Geograph.  Breite:  78o       
Geograph.  Länge:  178o      
NN....................:   0        
Ort.....................:  -

Die Sonne ist in jede Richtung dreh- u. neigbar.  Objekte der Sonnenoberfläche können vermessen werden, oder man wählt das Planetarium des Erde-Mond- Systems, das die Sonnenfinsternisse u. Schattenlagen in jeder Winkellage (Zentral- oder Parallelperspektive) und eingebbarer Entfernung vor dem Hintergrund der Sterne wiedergibt (Fig.  1,2,3).

Datum................:  10.11.1973  (Taste J)
UT = TT - 
T...:  43s 
Uhrzeit...............:   7h46m UT
Geograph.  Breite:  50o       
Geograph.  Länge:   7o      
NN....................:   200        
Ort....................:  Frankfurt/M.
Auf dem Auswahlmenü oder der Tabelle die Globus-Funktion wählen (Taste G). Taste T - terrestrischer Globus.
Teleskop (15x,24x,50x,100x): 100  (Sonne 100fach vergrößert).
Heliographische Breite..........: 90o
Heliographische Länge..........: 330o
Achse......................: 0
Ausschnitt: Sonnenrand nahe Merkur anklicken. Taste N oder Menüauswahl - heliographisches Gradnetz: Eingabe 5 Grad.
Der Globus ist nach allen Richtungen dreh- u. neigbar. Nach obigem Beispiel liegt der Ort mit der heliograph.  Breite 90o u. dem Zentralmeridian (ZM) 330o im gewählten Globusmittelpunkt.
Nach Anklicken des Auswahlmenüs oder Betätigen der Taste T erscheint wieder der terrestrische Anblick vom eingegebenen geographischen

Ortsbestimmung von Objekten der Sonnenoberfläche

Abbildungen (Vektorgrafiken) sind Hardcopys der auf einem klassischen Atari 1040 ST Computer programmierten
1. Version.

Die digitale Photographie mit am Fernrohrtubus anschraubbarer Astro-CCD-Kamera (z. B. von LYNXX, STBIG), erlaubt hochpräzise Ausmessungen (Astrometrie, Photometrie u.  Spektrokopie) aufgenommener Objekte am Computer durch komfortable Bildbearbeitungsprogramme die der Kamera meist beiliegen. 
Die Helligkeit und Positionen auf CCD -Aufnahmen sind damit auf 0.01 mag und 0.02'' genau oder besser zu vermessen  (Sky & Telescope, Heft 3/91, S. 257ff). Die Digitalisierung (CCD-Kamera oder gescannte Aufnahmen herkömmlicher Analogkamera) ermöglicht eine pixelgenaue Bildvermessung.   

Aufsätze: Vgl. PC-Bildverarbeitungsprogramme für den Amateur, Sterne und Weltraum, Heft 12/1995, S. 930-939; Bildverarbeitung mit der CCD-Kamera, Sterne und Weltraum, Heft 8-9/1996, S. 680-684; Die Entstehung eines CCD-Bildes, Sterne und Weltraum, Heft 12/1991, S. 760ff; Neue Verarbeitungstechniken für CCD-Bilder, Sterne und Welraum, Heft 4/1994, S. 311ff.
Literatur & [Verlag Willmann-Bell, Inc., P.O.  Box 35025, Richmond, Virginia 23235 USA - dt.  Anbieter: Verlag Vehrenberg KG, Postf.  140551, 40075 Düsseldorf]: Buil, CCD-Astronomy; R. Berry, Intro. to Astro.  Image Processing {inkl.  Diskette mit Quick-Basic-Quellcode des Progr.  AIP}; Lindley, Practical Image Processing; Pratt, Digital Image Processing.)

Heliographische  Längen- u.  Breitenbestimmungen

Taste K - Positionswerte (x,y) nach Fernrohrbeobachtungen, Ausmessung von Zeichnungen, Photographien usw. eingeben oder entsprechender Oberflächenort anklicken.
Mikrometer-Hersteller und Meßmethoden siehe “Sternbeobachtung”.
Ein Mikrometer wird zur Messung von Rektaszensions- und Deklinationsdifferenzen verwendet, z.  B. für heliographische Ortsbestimmungen (Breite und Länge), Größenbestimmungen der Sonnenflecke, topograph.  Detailvermessung, des Schülen-Wilson-Phänomens usw.

Ein astronom. Kepler-Teleskop projiziert aufgrund der ungeraden Zahl optischer Flächen ein um 180 Grad umgekehrtes Bild. An den ird.  Himmelsrichtungen orientiert, ist dann Norden unten, Süden oben, Wesen links und Osten rechts (Fig, 4).
Da die Messungen auf das Äquatorialkoordinatensystem basieren, orientiert man das Mikrometer in Positionswinkel so, daß ein markanter Oberflächenpunkt bei abgestellter Teleskopnachführung exakt auf den Deklinationsfaden entlang »läuft«.  Gemessen wird dann exakt in Richtung Deklination (y) und Rektaszension (x). Beim umkehrenden und nicht seitenverkehrenden astronom. Fernrohr (ohne Zenitprisma) zeigt die +x-Achse nach Osten (rechts) und die +y-Achse nach Süden (oben).
In Deklinationsrichtung (y) gemessen, liegt der feste Faden (fester Deklinationsfaden) stets (unten) am Nordrand der Sonne an. Mit dem beweglichen Faden wird dann entlang der y-Achse von Norden nach Süden gemessen. In Rektaszensionsrichtung (x) gemessen, liegt der feste Faden (fester Rektaszensionsfaden) stets (links) am Westrand der Sonne an. Gemessen wird dann entlang der x-Achse von Westen nach Osten (Fig.  4). Äquatordurchmesser der Sonne in West-Ost-Richtung 5-10 mal messen und arithm. mitteln.

Der scheinbare Winkeldurchmesser läßt sich jedoch auch berechnen. Scheinbarer Winkelradius der Sonne, normiert auf die Entfernung von 1 astronom. Einheit (AE=149597870.66 km): A = 0.26656389 Grad / R; R=geozentr.  Entfernung Erde-Sonne, A = scheinbarer Sonnendurchmessr in Grad.  [A.  Auwers, Astron.  Nachrichten, Vol.  128, No. 3068 (1891)].

Sonnenradius 696000 km: (696000*
o*1°)/180 = 1 Grad auf einem dortigen Großkreis = 12147.49 km (etwa 1 Erddurchmesser).  Winkellänge in der Entfernung von 1 AE: ARCTAN(12147.49/ 149597870.66)*57.2957795*3600'' = 16.7489'' (Bogensekunden). 1'' Bogensekunde auf der Sonne entspricht daher 12147.49 km/16.7489'' = 725.27 km (in 1 AE Abstand).

Ein Fernrohr der Öffnung 60 mm besitzt nach der Dawes-Regel 115.82/60 = 1.9'' Auflösung. Mit 60 mm Öffnung sind noch Objekte (725*1.9'' =) bis etwa 1480 km Längenausdehnung auflösbar. Öffnungen von 150 bis 200 mm besitzen Auflösungen von 0.8-0.5'' bzw.  580 km bis 360 km der Sonnenoberfläche.

Die Sonne rotiert durchschnittl. mit 0.0092 Grad/Min. Die zu mittelnden Messungen mehrer x-,y- Position müssen somit auch hier ohne größere Zeitverluste zügig aufeinander folgen. Zeitpunkt (t) der x-,y-Messung auf die Sekunde genau notieren, oder Ergebnisse mit Tonband (Diktiergerät) aufnehmen. 

Auf Grundlage exakter Messungen können präzise maßstabgerechte Zeichnungen der Sonnenflecke angefertigt werden.
Wählbare heliographische Breite von Objekten im Zentralmeridian (heliograph. Länge = ZM) der Sonne. Gemessen wird hierbei nicht in der Ebene des Rektaszensionskreises (Nord-Süd-Richtung des Himmels), sondern innerhalb der Zentralmeridianebene des Sonne (=solare Nord-Südpol-Richtung).

Ein Fadenkreuzokular und eine Stoppuhr ermöglichen Durchmesserbestimmungen nur in exakter Ost-West-Richtung.  Ein Sonnenfleck bewegt sich in Ost-West-Ausrichtung des Fadenkreuzes exakt auf einen Faden entlang (evtl. Stundenachse hin und her bewegen). Die Stoppuhr wird bei unbeweglichem Instrument gestartet, wenn der Sonnenfleck den Faden erreicht, gestoppt, wenn der Faden überquert wurde. Eingabe der mit Stoppuhr gemessenen Zeitsekunden oder der mit Mikrometerplättchen, Positionsfadenmikrometer gemessenen Bogensekunden. Ausgabe der Ost-West- Ausdehnung (Kilometer u. Bogensekunden) unter Berücksichtigung der perspektivischen Verkürzung.

Mikrometer erlauben Messungen in allen Positionswinkeln. Der Positionswinkel der Messung gilt ab dem Maximaldurchmesser (große Achse des randverkürzten Sonnenfleckes). Positionswinkel des Maximaldurchmessers daher = 0 Grad = Richtung senkrecht auf die Verbindungslinie Sonnenfleckmitte-scheinbarer Sonnenmittelpunkt.  Positionswinkel 90/270 Grad = kleine Achse der Sonnenfleckellipse = Richtung scheinbarer Sonnenmittelpunkt (Fig.  5).

Positionswinkelangaben zählen stets entgegen dem Uhrzeigersinn. Mit der Eingabe des Positionswinkels wird dieser auf den Maximaldurchmesser bezogen (mit der Stoppuhr-Methode wird der gemessene Ost-West Durchm. automatisch auf den Maximaldurchm. bezogen).
Ausmessungen von Photographien mit Lineal (Großer Koordinaten-Meßtisch der Fa. Wild Heerbrugg AG, CH-9435 Heerbrugg, Schweiz, vgl.  Sterne u.  Weltraum, Heft 8/1999, S. 711]).
Für Sonnenradius und u.a.  Größenmessungen sind die bestimmtem Millimeterwerte einzusetzen.
 

 

Entfernungen auf der Sonnenoberfläche (Bogenlänge):               d=ARCCOS(SIN(b1)*SIN(b2)+COS(B1)*COS(b2)*cos(l2-l1))*57.29578.
d=Entfernung zweier Orte der bestimmten heliozentr.  Breite (b1,b2) u. Länge (l1,l2) in Grad.  Entfernung zweier Orte in Kilometer auf dem Großkreis b1,l1,b2,l2: dkm=(d*
o *696000)/180.

Die Sonne

Lt. Astrophysik herrschen im Sonneninneren Temperaturen bis zu 20 Millionen Grad, während die Oberflächentemperatur etwa 5000-6000 °C beträgt. Der Masseverlust durch Ausstrahlung erreicht pro Sekunde rund 4.3 Milliarden kg; dabei verliert die Sonne in 10 Mrd.  Jahren (bei gleichbleibender Leuchtkraft) nur 0.07 % ihrer Masse (1.989*1030 kg).  In 5 Mrd.  Jahren sind nur rund 0.03 % verbraucht, so daß sie noch mehrere 10 Mrd. Jahre Energie in gleichem Maße ausstrahlen wird.

Einer der Begründer der Astrophysik, der britische Sonnenforscher Sir Joseph Norman Lockyer (1836-1920), entdeckte bei einer Sonnenfinsternis die Spektrallinie eines neuen Elements der Sonne, das er  »Helium« nannte, das 1895 auch auf der Erde nachgewiesen werden konnte.
Alle Stoffe unseres Sterntyps befinden sich nach dem Sternmodell der Astrophysik im gasförmigen Aggregatzustand, wodurch feste Hüllen im Sonneninneren ausgeschlossen scheinen. Die angenommene Core-Temperatur von 15-20 Mio Grad beschleunigt die expansiven Teilchen auf etwa 600 km pro Sekunde. Die Kerndichte beträgt etwa 100 g/ccm (mittl. Dichte der Sonne 1.41 g/ccm). Die Kernprozesse erzeugen Energie und Leuchtkraft, wobei 4 Wasserstoffatome zu einem Heliumatom verschmolzen werden.
Dabei wird davon ausgegangen, daß lediglich die Druckerzeugung komprimierter Gasmassen die Explosion der Sonne verhindert, da der Druck im Zentrum einige 100 Milliarden at. erreicht.
Daß die Explosionsenergie von 15-20 Millionen Grad Kerntemperatur, die in einer rotierenden Gaskugel von 1303400-fachem Erdvolumen und 332 000-facher Erdmasse herrschen sollen, bloß die Gravitationskraft bändigen und kanalisieren könne, scheint fraglich. Der mächtige Druck der Sonnenmasse führt unbestreitbar zu extrem hohen Temperaturen die kompensiert werden müssen. Die Steuerung und Regelung eines Kernkraftwerkreaktors erfordert daher einen hohen Aufwand und eine dicke Panzerung. Dagegen bleibt bei Resonanzfluoreszensvorgänge, die bei der Penumbra beobachtet wird, die spezifische Ordnung atomarer Periodensysteme erhalten, ansonsten die Atome alle ureigenen Teilchen einbüßen. Da die beobachtete Leuchtkraft der Sonne durch Kernzertrümmerung nicht zu erklären ist, folgt zwingend die hier angegebene etwas esoterisch klingende Erklärung der Leuchtkraft die ein hierachisch aufgebautes Weltall voraussetzt.  

Die Solarkonstante beträgt 1.395 kW/m2  = 1.89538 PS/m2.  Die Gesamtstrahlungsleistung der Sonne erreicht demnach 4 *
p3.14159 * 149 597 870 660 m2 (Erdbahnradius) * 1.89538 PS = 5.33*1023 PS/s * 0.736 kW = 3.923*1023 kW/s.
Die Sonne besitzt eine deutlich sichtbare 500 km hohe Abgrenzung (Grenze Chromosphäre/ Photosphäre), die von der Erde aus gesehen unter einem Winkel von 0.5'' am Sonnenrand erscheint und als Sonnenoberfläche angesehen wird.
Der Durchmesser der zu Millionen brodelnd aufsteigenden, kanalisierten Gase (Granulen) beträgt 700-1000 km, ihre Lebensdauer 8 Min. Die Granulation entsteht durch heißere und somit hellere aufsteigende, gegenüber kühler, abfließender Gase.
Der Sonnenrand scheint gegenüber der Mitte deutlich dunkler (Mitte-Rand-Variation), obwohl die Temperaturgradienten mit der Höhe zunehmen. Am Sonnenrand durchsetzen die Lichtstrahlen jedoch größere Anteile der Gashülle (s. Schülen-Wilson-Phänomen) als das bei senkrechtem Einblick nahe der Sonnenmitte der Fall ist, so daß Sonnenmitte wesentlich heller erscheint.
Die blendendhelle Photosphäre (Lichthülle) bildet die Licht- oder Spiegelglanzschicht der Sonne. Unterhalb der plastischen Sonnenoberfläche
liegende Schichten sich auch infolge einer Absorptionswikung nicht sichtbar.
Diese Lichtglanzschicht reicht bis zu 500 km Höhe an die 12 000 km hohe Chromosphäre (griech. Farbschicht). Die Grenze zwischen Photo- und Chromosphäre trägt die Bezeichnung »Umkehrschicht«, in der die sog.  Fraunhoferschen Linien des Sonnenspektrums sichtbar werden.

Die ausgesprochen hohe Lichtintensität der Sonne ist durch bloße Kernfusion nicht zu erklären. Der Temperaturverlauf innerhalb der Gasschichten müsste dann von innen nach außen verlaufen. Man kann daher davon ausgehen, daß die statt dessen von außen nach innen verlaufenden 3 Temperaturstufen Photosphäre, Chromosphäre (Umkehrschicht) und Korona an der Grenze Chromosphäre und Photosphäre eine optisch hochreflektierende Lichtglanzschicht bilden, da die aufgrund der Sonnengröße sehr weit ausgedehnten Gasschichten auch optisch effektiv wirksam sind. Die Strahlen unzähliger Sterne und Galaxien werden somit auf dieser Lichtglanzschicht aufgrund der Brechungs- und Lichtspiegelungsgesetze potenziert widergespiegelt (Lorber, »Die natürliche Sonne«). Ohne Glanzlicht ist die Leuchtkraft der Sonne mindestens 20 % geringer und das durch Kernfusion oder Resonanzfluoreszens produzierte pure Sonnenlicht wäre etwa so hell wie die Penumbra eines Sonnenflecks (Helligkeitsverhältnis Penumbra:Photosphäre 0.80).

Im stark vereinfachten Modell stellt man sich die Sonne als spiegelnde Glaskugel mit unterschiedlich verdichteten Schalen vor. Dabei führt die enorme Größe der Sonne zu einer beträchtlichen Helligkeit der Abbildung. Der optische Lichtweg (Einfallswinkel, Konvex- und Konkavreflexionen usw.) ist von komplexen physikalischen Parametern (Temperatur, Dichte, Druck, Brechungsindex usw.) der Schalen abhängig, und, sofern nur lichtoptische oder elektronenoptische Magnetfeldwirkungen (Resonanzfluoreszensvorgänge) bestehen, im Grunde ein Problem der astronom. Strahlenbrechung.
Verdeutlicht man das Eigenlicht der Sonne mit den Kathodenstrahlen einer Fernsehbildröhre, entspricht der Leuchtschirm der Sonnenoberfläche, auf der das Eigenlicht gebildet wird, der »Schnee« der Granulation, und der Glaskörper optisch wirksamen Schichten ähnlich einer spiegelenden Glaskugel die das nicht eigene Licht optisch konzentriert und intensiviert widerpiegeln.
Die stellaren Lichtquellen sind im Verhältnis zum Kugelradius der Sonne so weit entfernt, daß der Inzidenzwinkel die Helligkeit des Reflexionsbildes nicht beeinflußt. Die Helligkeiten der Reflexionsbilder weit entfernter Lichtquellen sind daher unabhängig vom Blickwinkel.
Das simpelste Beispiel für eine dünne transparente Glanzschicht bildet die Oberfläche einer Seifenblase, oder die einer Glasscheibe, deren Lichtspiegelung vom Einfall- und Ausfallwinkel abhängig ist, denn auch ein gasförmiger Körper wie unsere Sonne besitzt natürlich eine plastische Oberfläche - die Sonne ist dadurch scharf begrenzt.  Der größte Teil der Lichtintensität direkt sichtbarer Photosphäre, fällt zudem in Erdentfernung unter einem scheinbaren Winkeldurchmesser von 0.5´´ von 100 % auf 0 % ab. Die Glanzhülle wirkt auch dadurch scharf begrenzt.  
Die sehr hohe Aufheizung der Korona, deren Temperatur etwa 1 Mio Grad beträgt, deutet darauf hin, daß die Sonne neben dem Licht anderer Sonnen auch noch sehr energiereiche kosmische Strahlung empfängt. (Die äußeren Temperaturschichten sind zu- statt abnehmend: Photosphäre 4000-5000 °C, Chromosphäre 30000-100000 °C, die bereits stark gasverdünnte Korona 1 Mio. °C).

In Gasschichten wirken aufgrund von Temperatur- und  Druckschichtungen die opt. Lichtbrechungs- und  -spiegelungsgsetze. Lichtspiegelungen an atmosphärischen Gasschichten sind zudem in bestimmten klimatischen Erdregionen alltägliche Erscheinungen. Lichtsammelnde Spiegel werden zur thermischen Energieerzeugung durch Sonnenlicht seit langem genutzt.  Ballonsatelliten vom Typ Echo I hatten zur Leuchtkrafterhöhung eine spiegelnde Hülle von 30 m Durchmesser. Die unendliche Klugkeit der Natur ist hier wiederum auch im ökonomischen Prinzip der Lichtintensivierung und  -ausbreitung daher Vorbild.
Nachtaktive Tiere nutzen ebenfalls dieses bekannte Naturprinzip. Katzen verfügen im Auge hinter der Netzhaut über eine reflektierende Schicht (Tapetum lucidum), die jene Lichtanteile, die die Netzhaut durchdrungen haben, zurückspiegelt, so dass diese noch ein zweites Mal auf die Netzhaut treffen.
Der Astronom Johannes Kepler: >Die Natur liebt die Einfachheit, sie liebt die Einheit. Nichts in ihr ist untätig oder überflüssig; ja nicht selten wid ein Ding von ihr zu vielerlei Wirkungen verwendet.<

Legt man die Reflexionsgesetze konvexer Kugelspiegel als einfachsten Fall zugrunde, gilt: d=(r/(2*w))*g; d=Durchmesser des virtuellen Reflexionsbildes, r=Radius der spiegelnden Kugel, w=Entfernung Kugelspiegel - Objekt (Lichtquelle), g=Durchmesser des Objektes, ly=1 Lichtjahr 9460730470000 km.
Der Stern Capella (Alpha Aurigae) ist 42 Lichtjahre entfernt u. besitzt g*16fachen Sonnendurchmesser (Sonnendurchm. g=1392000 km).  Wie groß wird das Reflexionsbild dieses Sterns bei r=696000 km unserer Sonne? d=0.0195 km = 19.5 Meter.  Der Andromedanebel (M31) ist w=2700000*ly (Lichtjahre) entfernt und besitzt einen wahren Durchmesser von g=160000*ly.  Durchmesser des Reflexionsbildes auf der Sonne d=20622 km (1.6facher Erddurchmesser).

Helligkeit des Reflexionsbildes: I=(Io*k*r2)/(4*w2*f2); Io=Intensität der Lichtquelle = 1, k=Reflexionskoeffizient (Albedo = 1 = 100 % Reflexion, wobei Absorption und diffuse Reflexion Verluste verursachen können), r=Radius der spiegelnden Kugel, w=Entfernung Kugelspiegel - Lichtquelle = 1 (die Entfernung ist bereits durch die scheinbare  Helligkeit gegeben), f=Entfernung des Beobachters vom Reflexionsbild (km), I=Intensität des Reflexionsbildes, m=Helligkeit des Sterns.

m=0.08
r=696000
w=1
f=0.001
k=1
io=1
REM -----------
i=k*io*(r^2/(4*w^2*f^2))
mag=m+2.5*LOG10(io/i)
Print  mag
REM Alternativ:
mag=m-5*LOG10(r)+5*LOG10(w)+2.5*LOG10(4)+5*LOG10(f)-2.5*LOG10(k)
Print mag
REM Oder gleich:
mag=m-5*LOG10(r/w/f)-2.5*LOG10(k/4)
Print mag

Der Stern Capella ist m=0.08 mag hell, Entfernung 42 Lichtjahre. r=Radius unserer Sonne 696 000 km, f=0.001 km, k=1. Das 19.5 m messende Reflexionsbild ist -42.6 mag hell.  Das Reflexionsbild des Andromedanebels (m=3.47) ist -39.3 mag hell.
Die spiegelnde Hülle der Sonne umfaßt 6.08735E+12 km2. Die auf dieser bedeutend großen Fläche abgebildeten Reflexionsbilder zahlloser Sonnen, Sternhaufen u.  Galaxien, bewirken insgesamt eine außerordentliche Potenzierung der Lichtintensität der Sterne untereinander.

Sonnenradius 696000 km.  Entfernung Erde-Sonne (1 AE) 149597870 km. Gesamtenergiestrahlungshälfte der Sonne 3.923E+26 Watt /2 = 1.9615E+26 Watt; 1 Lux = 0.0112869 Watt/qm = 1 Candela -14.07 mag; Oberflächenhälfte der Sonne 6.087E+18 qm/2 = 3.0435E+18 qm.  1.9615E+26 Watt / 0.0112869 Watt = Helligkeit der Sonnenhalbkugel 1.737855E+28 Lux / 3.0435E+18 qm = Helligkeit der Sonne pro Quadratmeter 5.710055E+09 Lux * (696000/149597870)^2 = Helligkeit der Sonne auf die Erde bezogen 123597 Lux * 0.0112869 = Solarkonstante 1395 Watt/qm.  -14.07-2.5*LOG10(123597) = scheinbare visuelle Helligkeit der Sonne -26.8 mag.  5.710055E+09 Lux qm * 0.0112869 Watt qm = Energiestrahlung der Sonne 6.4449E+07 Watt pro qm.

Helligkeit des Reflexionsbildes des Sterns Capella in 1 Meter Abstand -42.6 mag.  Durchm. des Reflexionsbildes 19.5 m = angenommene Kreisfläche 299 qm. Halbe Sonnenoberfläche 3.0435E+18 qm / 299 qm = 1.02E+16fache Abbildung.  10^((-14.07-(-42.6))*0.4) = -42.6 mag = 2.58226E+11 Lux * 0.0112869 Watt qm = 2.914571E+09 Watt qm * 1.02E+16 = 2.972862E+25 Watt Sonnenhalbkugel. 
-26.95=-14.07-2.5*LOG10((((1.9615E+26+2.972862E+25)/0.0112869)/3.0435E+18)*(696000/
149597879)^2).  Die scheinbare Helligkeit der Sonne wird bei 1.02E+16facher Verteilung des Sterns Capella über die Sonnenhalbkugel -26.8-(-26.95) = 0.15 mag  (-26.95 mag) bzw. 14.8 % heller.
Die Helligkeit unsere Sonne durch bloße Kernreaktion oder Resonanzfluoreszens wäre um 20 % geringer

Die Weltkörper n-ter Bahnordnung, die Planeten, sind nicht die einzigen lichtreflektierenden Gestirne; denn dieses Prinzip wirkt auf höherer Ordnungsebene wesentlich effektiver. Die Lichtintensivierung der Sonnen durch gegenseitige Reflexion bzw. Lichtspielungseffekt ist eine ökonomisch höchst effiziente und physikalisch evidente Tatsache die für die Astrophysik, Spektroskopie usw. Konsequenzen haben könnte. Der Effekt betrifft z. B. die Masse-Leuchtkraft- und Perioden-Leuchtkraft-Funktion, Spektralanalyse, Leuchtkraft der Kompenenten in Mehrfachsystemen, Kugelsternhaufen, den Lichtwechsel veränderlicher Sterne usw. Das gesamte Wissen über die Zustandsgrößen der Sterne (Leuchtkraft, Masse, Radius, Dichte usw.) entstammt  ausschließlich der Doppelsternforschung.
Da der vom Sterndurchmesser abhängige Lichtspiegelungseffekt auch bei Doppelsternen nicht berücksichtigt wird, können die Mehrfachsysteme oder die Gegenpole in ihrer Bedeutung als Schwerkraftregulatoren (der Halo uralter, harmonischer Kugelsterhaufen) galaktischer und intergalaktischer Systeme nicht erkannt werden, da nicht bekannt ist in welchem Maße das Phänomen die aus der Spektroskopie abgeleiteten astrophysikalischen Zustandsgrößen verfälschen.
Das Linenspektrum eines Planeten ist hauptsächlich das des reflektierten Sonnenlichtes, das sich wiederum zu einem hohen Anteil aus der Lichtstreuung zahlloser Sterne und Galaxien zusammensetzt. Das Licht zahlloser kosmischer Strahlungsquellen spezifiziert somit auch die Atmosphäre der Erde.      

Nach dem Satz vom Erhalt des Drehimpulses bleibt dessen Summe nach Größe und Richtung erhalten, wenn keine äußeren auf das System einwirkenden Kräfte die Gesamtenergie ändern. Das Gravitationsfeld der Galaxie zwingt über Zentralkörper etwa 200 bis 400 Milliarden Sonnen (oder sind es »nur« 200 bis 400 Millionen?) auf immer engeren Spiralwindungen (Spiralarmbildung) um ihren Mittelpunkt, das mit Milliarden anderer Galaxien wiederum ein Gravitationszentrum (»Nebelflucht«) größerer Masse umläuft.

Da Sonne und Planeten mit 250 km/s an der allg. Rotation zusammen mit zahllosen Sternen teilnehmen, und die Sonne einen Umlauf um das Gravitationszentrum der Galaxie, das etwa in Richtung des Sternbildes Schütze liegt, in etwa 250 Millionen Jahren vollendet (1.4° Bahnbewegung in 1 Mill. Jahren), wirken hier bereits mannigfaltige kinetische Energien; denn wahrscheinlicher ist, daß Millionen kleinerer Sonnen das galaktische Zentrum nicht auf direkten Bahnen umkreisen, sondern mit Gegenpole physisch verbunden sind. Etwa jeder 4. Stern ist ein Doppel- oder Merfachsystem.
Dies erklärt die Tatsache der viel zu schnellen Bewegung von galaktischen Randsternen, und die äußeren Planeten zeigen auch noch immer beträchtliche Positionsabweichungen vom Sollwert. (Ein Kraft zwingt die 1972/73 gestarteten Raumsonden
Pioneer 10/11 in etwa doppelter Entfernung des Zwergplaneten Pluto von der Sonne auf neuen Kurs.)  Das Planetensystem wird energiemäßig als vollkommen isoliert betrachtet, wodurch die mittleren Bahnabstände als zeitlos konstant angesehen werden (was aber nur für einen sehr langen Zeitraum praktisch zutrifft). Die Ansicht eines geschlossenen Systems ist auf keinen Fall richtig; denn bei stark wechselwirkenden Schwerefeldern unterschiedlicher Systeme, ist natürlich von konstanten Bahnabständen im Sinne eines gravitativen Perpetuum mobile nicht mehr auszugehen, da die Gestirne (zusammen mit Millionen anderen) im rotierenden Gravitationsfeld der Galaxie eingebunden sind. Dabei erscheinen die Bewegungsformen der Galaxien oder Gegenpole wiederum abhängig von der Gravitation eines weitaus größeren Zentrums (1 Ordnung), das die zentrale Hauptmasse, etwa im sich fortsetzenden Verhältnis Sonne:Planeten, Mittelsonne:Sterne (Galaxien) und Urzentralmasse:Galaxien, ausmacht.

Man kann jedoch davon ausgehen, dass sich dieses Masseverhältnis der Zentralkörper zu den umlaufenden Körpern bis zur einer fest im Raum stehenden, rotierenden Hauptmasse hierachisch fortsetzt. Die Galaxien müssen demzufolge auch eine zu umlaufende Nabe besitzen, wie alle Himmelskörper. Daher irren die Anhänger der Urknall-Theorie. Eine zentrale Urmasse, die alle umlaufenden Körper in Bewegung hält, zentral beleuchtet und von der alle Körper ausgegangen sein müssen, wie die Planeten aus den Sonnen n-ter Ordnung, kann natürlich nicht explodiert sein, um sich nach der Zerstörung dieser hierachischen Weltallordnung wieder zur zentralen Hauptachse oder Ursonne zu sammeln die 99.9 % der im Universums herrschenden Masse ausmacht.

Wie auch die Eigenbewegung der Galaxien oder Nebelflucht zeigt, existiert dieses Zentrum. Dieses bildet somit die eigentliche Hauptbeleuchtungsquelle für die Glanzschichten aller Einzelsterne und Milchstraßensysteme die dieses zentrale Hauptlicht widerspiegeln müssen. Die sehr hohe Aufheizung der Korona, deren Temperatur etwa 1 Mio Grad beträgt, ist daher darauf zurückzuführen, da die Sonne sehr energiereiche kosmische Strahlung empfängt, so dass die Temperatur in den Gasschichten von innen nach außen zunehmen, statt umgekehrt.
Dies wird sicher auch starke Auswirkungen haben auf die Spektralanalyse der Astrophysik.   
Da sich hier Kosmologie und Metaphysik ergänzen, berichtet u.a. >Das Tibetanische Totenbuch< (Die Kosmographie) von dem hierachischen Aufbau des Kosmos nach einfachen Gesetzen: S. 137. >...die Nabe des Weltalls, die Stütze aller Welten. Wir können ihn vielleicht wie die Zentralsonne der westlichen Astronomie, als das Gravitationszentrum des bekannten Universums betrachten.< 
Das Tibetanische Totenbuch ist allerdings in eine symbolische Sprache gekleidet, wobei sich hier Welten, Lokalitäten, ursächliche Kräfte und Stadien der Schöpfung auf den Körper oder kosmischen Menschen - ähnlich wie bei Swedenborg oder die Bibel - abbilden. Der Aussage ist hier kosmographisch wörtlich zu verstehen.
Diese Kosmologie eines hierachisch aufgebauten Weltalls bestätigt zudem die christliche Metaphysik.

Da kein Körper ohne Oberfläche denkbar ist, besitzt auch das Universum eine lichtstreuende Hülle, die durch ein kosmisches Hintergrundglimmen bemerkbar wird, sofern nicht die elektromagnetische Hintergrundstrahlung (Envelope radiation) der Galaxie umgebenden Hülle. Auch das Planetensystem ist eingehüllt (Zodiakallicht), die Erde besitzt von der Sonne aufgeheizte Hüllen bis hinauf zur leuchenden Magnetosphäre. Die unterschiedliche Wärmeverteilung einer kosmischen Hintergrundstrahlung knapp über dem absoluten Nullpunkt der Temperaturskala kann daher keinen Beweis für die Theorie des Urknalls liefern, sondern bezieht sich sicher auf die Existenz einer Hülle, die jeden Körper oder jedes abgrenzende System besitzen muss, die den hierachischen Aufbau des Weltalls bestimmt.       

Die Kraft galaktischer Gravitationsfelder, einschließlich der Doppel- und Mehrfachsterne (Gegenpole), reicht m. E. bereits aus die Gesamtenergie eines Sonnen- bzw. Planetensystems soweit zu stören, daß die planetare Bahnenergie (Tendenz der trägen Masse Geschwindigkeit und Richtung beizubehalten) über Jahrmillionen beträchtlich geschwächt wird. Die alleinige Trägheit der Planetenmasse kann daher auf Dauer eine konstante große Bahnachse nicht aufrechterhalten. Reell gleicht die Planetenbewegung daher langzeitlich einer Spiralbahn. Das von Laplace 1773 aufgestellte Theorem von der ewigen Stabilität des Sonnensystem durch konstante große Bahnachsen, die keiner säkularen Störung unterliegen, ist daher zweifelhaft.

Unter den wechselwirkenden Anziehungskräften bilden sich die vom Gravitationsgesetz geforderten Ellipsen-, Parabel- und Hyperbelbahnen. Geschlossene Bahnen kommen ohnehin nicht vor, da die mitgezogenen Planeten die sich im Raum fortbewegende Sonne (bzw. den gemeisamen Schwerpunkt [Bary-Zentrum] des Systems) wendelförmig umlaufen (Apex = Pekuliarbewegung der Sonne mit 19.4 km/s in Richtung auf das Sternbild Herkules relativ zu den Sternen ihrer Umgebung).

Eine langsame Schwächung der Bahndrehimpulse führt zu einer kontinuierlichen Verringerung der mittleren Sonnenabstände sämtlicher Planeten, die bei der Langlebigkeit des Systems erst nach vielen Jahrtausenden merklich werden.
Da die gesetzmäßig proportional harmonischen Planetenabstände (= Abstandsbreite der Wirbelzonen im Urnebel der Planetenentstehung) dabei erhalten bleiben, wird die Stabilität des Planetensystems zu keiner Zeit gefährdet, da neue Planeten die Lücken schließen und sich harmonisch einfügen. Kommensurabilitäten der Planeten (stabilisierende Bahnresonanz): Umlaufzeit Merkur/Venus 2:5, Venus/Erde 5:8, Erde/Mars 1:2, Mars/Jupiter 1:6, Jupiter/Saturn 2:5, Saturn/Uranus 1:3, Uranus/Neptun 1:2, Neptun/Pluto 2:3.

Die Quadrat der Umlaufzeit und der Kubus der großen Bahnachse sind gleich (3. Kepler'sches Bahngesetz), so dass ein Planet bei deren stetige Verkürzung eine permanente Beschleunigung in mittlerer Länge (2. Kepler'sches Bahngesetz) erfährt, wodurch die Umlaufzeit mit der Zeit abnimmt. Bei einer angenommenen Umlaufzeitverringerung der Erde um 0.001 Sek. pro Jahr, befindet sie sich in 12 Milliarden Jahren etwa auf der Bahnhöhe der Venus.
Diese simple Rechnung zeigt bereits, daß das Alter des Universums viel zu gering angenommen wird. Die von Burkhard Heim in Der kosmische Erlebnisraum des Menschen, Resch-Verlag, Innsbruck 1995, vorgestellten Zahlen sind sicher realistischer.
Erdsatelliten, die nach vielen Spiralumläufen schließlich in der Erdatmosphäre verglühen, demonstrieren diesen Effekt täglich, wenn auch vorwiegend aufgrund des Luftwiderstandes, en miniature.

Die Merkurbahn lag vor vielen Millionen Jahren noch bei der heutigen Venusbahn, die Venusbahn bei der Erdbahn, diese bei der Marsbahn, die Jupiterbahn bei der Saturnbahn usw. Demzufolge ist Merkur der älteste Planet, der seine Blütezeit erlebte als er etwa in Mars-/Erdentfernung von der Sonne stand, während die erdähnliche Blütezeit des Mars bei langsam abnehmender Sonnenentfernung erst noch bevorsteht, wobei der äußere Pluto ein relativ junges Gestirn (lt. Prager IAU-Resolution 5A vom 24.8.2006 jetzt Zwergplanet) im Sonnensystem ist.

Die Dichtegradation der Planeten zeigt, daß sich die dichtesten Körper in Sonnennähe (mittlere Dichte Merkur 5.43 g/ccm, Venus 5.24 g/ccm, Erde 5.5 g/ccm, Mond 3.3 g/ccm, Mars 3.9 g/ccm), die »flüssigeren« Planeten am äußeren Rand des Sonnensystems befinden (Jupiter 1.3 g/ccm, Saturn 0.7 g/ccm [1.4x leichter als Wasser], Uranus 1.3 g/ccm, Neptun 1.8 g/ccm). Daher ist ein weiterer Planet weit außerhalb der Neptunbahn (Transneptunbahn) mit einer Dichte über die eines Kometen (0.2 bis 1 g/ccm [Wasser = 1 g/ccm]) sicher sehr unwahrscheinlich, da bei Spiralbahnen und Gesetzmäßigkeit der oben angeführten Dichtegradation, Dichte, Alter und Sonnenabstand der Planeten korrelieren müssen.

Bei Spiralnebeln ist eine entsprechende Relation bekannt, die i.d.R. auch für Planetenbahnen zutrifft, da die jungen blauen Sterne meist die äußeren Spiralarme bevölkern, während die alten rötlichen Sterne auf Spiralbahnen näher zum Zentrum gewandert sind. Da die Galaxien wiederum mit einem größeren Gegenpol physisch verbunden sind, ist auch die Spiralarmbildung auf diesen Einfluß 1. Ordnung zurückzuführen. Die Bahnen der zahllosen Galaxien müssen sich nicht unbedingt auf eine Bahnebene beziehen - neben spiralförmigen Galaxien existieren auch elliptische ohne Spiralarme, manche kollidieren sogar. Ohne Kenntnis der exakten Lage der Gegenpole sind die verschiedensten Wirkungen natürlich kaum richtig nachvollziehbar. Die Existenz interstellarer und intergalaktischer Gegenpole ist daher näher in Betracht zu ziehen.

Die so genannte Perihelverschiebung des Mekur beweist daher nicht Einsteins Relativitätstheorie angeblicher Raumkrümmung, da bei dem sonnächsten Planeten dafür sinnvollere Gründe maßgeblich sind, wie z. B. dessen Spiralbahn. Auch die Lichtablenkung der Sterne (Light-deflection) am Sonnenrand von etwa 1.9 Bogensekunden oder so ganannte Gravitationslinsen, sind kein eindeutiger Beweis relativistischer Effekte der Raumkrümmung, wenn davon ausgegangen wird, dass das Licht aus Korpuskeln mit noch wirkungsvoller Masse gebildet wird, die natürlich von der großen Masse der Sonne oder Galaxien ein wenig abgelenkt wird.

Die aus der Urgeschichte der Menschheit überlieferte Eigenschaft und Bedeutung des hellsten Sterns (der Gleißende) am Nachthimmel Sirius (auch hellster Stern im Sternbild Gr. Hund; ägypt. Sothis = Mutterstern, Lebensspenderin usw.), der den Pulsschlag Ägyptens am längsten Fluss der Welt regulierte, und der Regulus (hellster Stern im Sternbild des Löwen), der Regulierende oder Königliche am Nachthimmel, geben einen Anhaltspunkt für ein entsprechendes stellares Steuerzentrum.
Darin, dass Regulus ein Dreifachstern zu sein scheint, liegt kein Widerspruch, da im relativem Größenvergleich dazu selbst gigantische Begleitobjekte wie Zwergsterne erscheinen müssen. Geht man davon aus, dass der Regulus diese regulative Nabe und Hauptmasse des Universums 1. Ordnung bildet, ist dessen Spektrum eine zentrale Bedeutung beizumessen.
In diesem Fall ist demzufolge davon auszugehen, dass sich dessen Banden in den spektralen Linienmustern aller Glanzschichten untergeordneter Sonnen als Grundmuster widerspiegeln müssen. Dadurch besteht m. E. die spektroskopische Nachweismöglichkeit sowohl der Existenz eines Hauptzentrums als auch die untergeordneter Gegenpole, sofern die Spektroskopie allgemeiner Lichtstreuung modifizierender Zustandsgrößen überhaupt noch die spezielle Differenzierung oder einen Rückschluss durch d
igitale Bildverarbeitung o.ä. auf die charakteristische Referenzquelle zulässt (image processing, false-colour coding, spatial characteristic of pattern, phase an amplitude, hue and intensity, spektrale Linienkontur; Atlas of Objective-Prism Spectra;  Michigan Spectral Catalogue Project). Der Nachweis eines hierachisch aufgebauten Weltalls aus dem spektralen Kontinua lehrt eine völlig neue Anwendung der Spektroskopie.

Mit 1.4 g cm3 entspricht ihre mittlere Dichte die der Riesenplaneten Jupiter, Saturn und Uranus. 109 aneinandergereihte Erdkugeln ergeben den Sonnendurchmesser. Volumen der Sonne 1.412*1018 km3 (Erde 1.083*1012 km3).
Ein reiner Gasball, der am Äquator mit 2 km pro Sek. um die Achse rotiert, verformt sich zu einem stark abgeplatteten Rotationsellipsoid. Die Sonne besitzt keine nennenswerte Abplattung. Der angenommene stabilisierende Druckausgleich zwischen explosiver Kernfusion und implosiver Gravitation, tritt somit nicht in Form eines abgeplatteten Polarbereichs eines Gasballs in Erscheinung, obwohl sich die Gravitationskraft dort wegen fehlender Zentrifugalbeschleunigung wesentlich stärker auswirkt. Man muss daher von einer Kompensation durch stabilsierende Hüllen verschiedener Dichte innerhalb der Sonnenkugel ausgehen.

Ihrer Oberfläche entweichen gigantische Entladungen und Gasausbrüche, wobei die Gasmassen (Protuberanzen) mit 700 km/Sek. bis zu 2 Millionen km Höhe geschleudert werden. Der nicht auf die Sonne zurückfallende Rest verursacht die magnetischen Störungen der Ionosphäre, beeinflußt den Rundfunkverkehr, verursacht Polarlichter usw. Zusammenhänge zwischen Dürreperioden und  Sonnenaktivität konnten nachgewiesen werden. Die magnetischen Ströme großer Sonnenflecken können den Orientierungssinn von Vögeln beeinträchtigen und z.  B. einen Brieftaubenschwarm vollkommen von ihrer Route abbringen.
Am 13.3.1989 wurde die Stromversorgung der kanadischen Provinz Quebec durch eine gewaltige Sonneneruption lahmgelegt. Induzierte Spannungsimpulse erzeugten äußerst heftige Spannungsschwankungen im gesamten Netz, woraufhin die Steuerungselektroniken der Umspannwerke ausfiel und Millionen Haushalte tagelang ohne Strom waren.

Die Sonnenflecke wurden teleskopisch 1610 entdeckt, größere Flecken jedoch schon viel früher mit bloßem Auge bei Sonnenauf - bzw.  -untergang beobachtet - sie sind die Eruptivvulkane der Sonne.  Die Eruptionen können mit speziellen Teleskopen (Koronographen) oder bei totalen Sonnenfinsternissen, als Protuberanz am Sonnenrand beobachtet werden (Ausbrüche auf der »Sonnenscheibe« werden Filamente genannt).  Es sind Materieballungen bzw.  -wirbelströme, die,  aufgrund der Sonnenrotation und starker Zentrifugalbeschleunigung, die plastische Sonnenoberfläche durchbrechen können, entsprechend irdischer Vulkane, wobei die Gasmassen allerdings in heftiger Turbolenz ausströmen (die Erscheinung der Protuberanzen ist daher wohl - wenn überhaupt - eher mit ird.  Wirbelstürmen [Tromben] in kleinster Dimension vergleichbar).
Die Zentrifugalkraft ist im Äquatorbereich maximal wirksam, so daß die Sonnenflecke hauptsächlich nahe dem Äquatorbereich auftreten, selten zwischen ±40° u.  ±50° heliographischer Breite - nie in noch höheren Breiten.                                                                                                                                               
Die Öffnung der Flecke (Umbra) ist pechschwarz, da beim Oberflächendurchbruch die nur 500 km hohe Lichthülle (Photosphäre) durchstoßen wird - die Umbra scheint daher kaum wegen Temperaturdifferenz und Kontrastwirkung pechschwarz. Die Temperatur bei Ausbruch durch Reibung stark aufgeladener Gase dürfte gegenüber unmittelbarer Sonnenoberfläche erst in bedeutender Höhe bei Abspannung abkühlen. Der aufgeworfene Wall (Penumbra) ist heller als die Umbra, da dieser durch starke Vibrationen zum Eigenleuchten (Resonanzfloureszens) angeregt wird.

Die definierende Normwissenschaft (lat. finis = Grenze, definitio = Abgrenzung) unterliegt lt. Immanuel Kant (Amphibolie-Kapitel in "Kritik der reinen Vernunft") der immensen Selbstbeschränkung automatischer Stoffentwicklung physischer, seelenloser Geometriepunkte. Diese genetische Definition lässt jedoch den bedeutenden Unterschied zwischen materiell und substantiell unbeachtet. Diese müssen daher mehr oder weniger der Deutung von Degenerationsprozessen unterliegen, während das Atom hier lt. deutscher Schulmetaphysik Leibnitzscher Monadenlehre nach der substantiellen Definition (lat. definitio substantialis) diese intelligenzspezifikale Lebenskraft nicht spaltet. Der Leibnitzsche Begriff vom Lichtatom als ätherisches Lichtfünkchen (Spezifikum) ist daher zutreffend, weil der Begriff "Monade" ein Einzelenes seiner Art bezeichnet. Dieses ist jedoch nicht mehr materiell, sondern substantiell. Auch das Planck'sche Wirkungsquantum von Lichtquanten ist daher auf das Zählen, Messen und Wiegen toter Hülsen beschränkt, die neben der Sache liegend an die Lebenskraft als Grundbedingung allen Seins vorbeigehen. Die auch bei Sonnenflecken beobachteten Resonanzfluoreszensvorgänge basieren daher nicht auf Atomzertrümmerung.

Durch die adaptive Optik
des US- Sonnenobservatorium NSO, das die Luftunruhe nahezu kompensiert, gelang dem Freiburger Student Friedrich Wöger eine außergewöhnlich hochauflösende Aufnahme eines Sonnenflecks (s. Abb). Der wie eine elektrische Spule wirkende Resonanzhof (wie magnetische Antennenspulen bei der Blitz-Ortung, zumal nicht nur diese Blitze, vielmehr die Sonnenflecke die Ionosphäre oder den Rundfunkverkehr störende “magnetische Stürme” verursachen können) bildet das stark vibrierende Magnetfeld der induzierten Penumbra um den pechschwarzen Trichter des Flusskanals (Umbra oder gigantisches Blitzfeld mit zigmillionen Abspannungen). Der Ausbruch erzeugt durch Vibration Herde lichtaufpotenzierter Resonanzwogen in der Photosphäre (helle Resonanzpunkte der Penumbra obiger Abb. die in die Photos-/Chromosphäre hineinreichen und dort abschmelzen), die anfänglich als Lichtadern zwischen den Granulen (Körnung) nahe der Penumbra erscheinen und sich - mit der Umbra in Resonanz - zu hell strahlenden “Fackeln” ausbreiten. Dieser Sonnenfleck zeigt deutlich die ringförmige Anordnung oder Verästelung magnetischer Feldlinien. Die 6fache Schallgeschwindigkeit erreichende Zentrifugalbeschleunigung liefert die Energie um Gasströmungen in 15fachem Erddurchmesser zu erzeugen. Die gigantische Strömung versetzen die Unmenge Ionen der Gasmassen in heftige Drehbewegung die Magnetfeldstärken in der Größenordnung der Sonnenflecke von 2000 Gauß verursachen. Das solare Magnetfeld ist mit 0.2 Gauß 10000 mal schwächer als das eines Sonnenflecks.

Der festere Zustand der Granulen wird in der Literatur vielfach mit in kochendem Wasser brodelnden Reisbrei verglichen, die so wie sie sich darbieten auch wie ein geronnenes Meer, körnige Schollen oder durch Reibung abgerundetes Pfannkucheneis [
Pancake Eis] wirken, wobei die Strömungszone links im Bild die Konverktionszone der Sonnematerie entspricht die sicher einige feste Mäntel besitzt, da die Gravitation die Sonne nicht allein zu bändigen vermag.
Die dem mehr geordneten oder voluminösen Zustand aufgeblähter Sonnenmaterie ensprechenden Granulen sind Zellen, welche die Photosphäre und plastische Sonnenoberfläche speisen, mit geregelten Strömungen von normalerweise 1 km/s. Die speisenden Granulen haben m. E. die Aufgabe die Glanzschicht rein zu erhalten. Diese beziehen ihre Energie von den Sonnenflecken, wie die bevorzugt an Rändern von Supergranulen vorkommenden Kalzium-Mottles. Die heftige Vibration des Resonanzhofes verästeln die entsprechend hin und her wogende oder vibrierende plastische Sonnenoberfläche bis zum Zerreissen oder Zerfließen und öffnen einen Hauptkanal der hier etwa 2 Erddurchmesser einnimmt.  

In der 12 000 Grad heißen Chromosphäre schmelzen die Kegel in Resonanz mit den Eruptionsgasen ab, so daß die Wallhöhen zwar die Photosphäre noch durchstoßen, jedoch auf max. 500 km Höhe begrenzt sind.  Bei Fleckendurchm. um 40 000 - 200 000 km fällt ihre Höhe auch am Sonnenrand kaum ins Gewicht.
                                                                                                                                                                                        Abb. Schülen-Wilson-Effekt. Lt. Handbuch für Sternfreunde findet diese bisher noch nicht wissenschaftlich geklärte Erscheinung kaum eine Beachtung. Sonnenrandnahe Trichter sind gegenüber der Mitte max. 696000 km weiter entfernt. Randnahe Sonnenflecke zeigen dann das Schülen-Wilson-Phänomen, indem die Umbra im extremsten Fall nur in Richtung Sonnenrand (selten umgekehrt in Richtung Sonnenmitte) von einem Resonanzhof (Penumbra) umgeben erscheint.
Nach verschiedenen Hypothesen ist das Phänomen weniger geometrisch zu erklären, sondern wird vielmehr durch Opazität (optische Verzerrungen durch Überblendung bzw. Spiegelungen, Refraktion, Absorption und  Dispersion) der mächtigen Gasschichten in Sonnenrandnähe verursacht.
Die Umbra und Penumbra ist nur innerhalb der etwa 500 km großen Photosphärenschicht sichtbar. Die Umbra durchbricht die eigentliche Lichthülle, während die Penumbra ein Eigenleuchten zeigt. Diese pechschwarze Durchstoßfläche liegt in 500 km Höhe der Lichthülle, umgeben von der Zone der Resonanzfluoreszens der Penumbra. Diese reicht von 0 km bis max. 500 km Höhe der Lichthülle, wobei in noch größerer Höhe die darüber liegenden heißeren Schichten der Chromosphäre (Farbhülle) die Abschmelzung und
Fluroreszenzlöschung bewirken. Das Phänomen ist daher auch eine Erscheinung der Resonanzfluoreszens. Wie die obere Photosphäre besitzt die angrenzende Chromosphäre bis zu einer Höhe von 4000 km eine Temperatur von etwa 4000 °C, die in der oberen Chromosphäre stark zunimmt und in der anschließenden Korona 100 000 °C bis 1 Mio °C erreicht.
Im stark vereinfachten Modell (und dementsprechend unpräzise) stellt man sich die Sonne als lichtbrechende Glaskugel mit unterschiedlichen dichten Schalen vor. Bei einem Radius von 696000 km (Entfernung Erde-Mond 384400 km) durchsetzt die Sichtlinie (optische Achse) größere Teile der sich zum Rand hin aufpotenzierenden Schichten, die zu einem entsprechenden Brechungsindex der Gashülle (Linsen- oder Spiegeleffekt) führen. Wie daher die nahe des Sonnenrandes beobachtete typische Verzeichnung (Asymmetrie) der Penumbra zeigt, können dort besonders starke Refraktionsanomalien (Beugungsbilder) auftreten. Das Schülen-Wilson-Phänomen beweist daher die Funktion der Gashülle nach den Gesetzen der Optik, die zur wissenschaftlichen Deutung entsprechender Effekte führen können. Das Schülen-Wilson-Phänomen findet dadurch ebenfalls eine hinreichende Erklärung. 

Der sonneninnere Wall nimmt in der Photosphäre perspektivisch einen etwas kleineren vertikalen Durchmesser ein. Der geometrische Neigungs- oder Richtungswinkels des Ausbruchsherdes scheint das Phänomen kaum zu beeinflussen. Da die Sonnenstrahlen die Erdatmosphäre durchdringen, beeinflussen Transmission und Zustand (seeing) der Erdatmosphäre jedoch auch geringfügig diesen Effekt, wie Beobachtungen im blauen und roten Licht zeigen.

Die plastische Eigenschaft der Sonnenoberfläche, die bestrebt ist den entstandenen Kanal bzw. Trog sofort zu schließen, führt zu den schnell fließenden Veränderungen der Sonnenflecke. Diese Beobachtung läßt den Schluß einer Plastizität der Sonnenoberfläche zu. Die Sonne ist daher bei Resonanzfluoreszens kein reiner Gasball, da noch ein anderer Aggregatzustand festgestellt wird. Die fließenden Veränderungen schließen den Aufbruch schnell wieder, trotz der in dieser Schicht herrschenden Temperaturstufe von etwa 4000-5000 Grad. Voluminöse Atomverbindungen oder plastischer Stoff, bilden die Sonnenoberfläche, wie die Granulen ("Reiskörner"), die unter großen Spannungen zerfließen  (Hochtemperaturplastizität oder Supraplastizität). Die Entladungskanäle der Ausbruchsherde setzen daher m. E. einen voluminösen Zustand der Granulen voraus.
Die dunklen Flecke sind mit hellen Lichtadern (Sonnenfackeln) umgeben, die sich infolge der Randverdunklung nahe des Sonnenrandes deutlich sichtbar abheben. Diese Sonnenfackeln sind die infolge des Durchbruchs entstandenen Resonanzwogen der Photosphäre. Die Penumbra ist daher stets von Fackeln umgeben, die durch Aufpontenzierung der Lichtwellenberge heller als die übrige Photosphäre strahlen.
Die Atmosphäre der plastischen Sonnenoberfläche bildet die bis in 500 km Höhe reichende Schicht der Photosphäre oder Lichtglanzschicht, die durch einen beträchtlichen Temperatursprung (in Analogie der Grenze Tropopause irdischer Troposphäre mit der Ionosphäre) von der Chromosphäre getrennt wird.
Die nicht glatt begrenzte, turbolente Chromosphäre scheint unregelmäßig hoch über der Photosphäre als ein auf und ab wogendes Meer einzelner Feuerzungen, Spikulen genannt, die nur eine Lebensdauer von wenigen Minuten erreichen. Das gigantische Feuerwerk oder Flammenmeer ändert dadurch dauernd seine Gestalt, indem die etwa 800 km durchmessenden Spikulen mit Geschwindgkeiten von 20 bis 50 km/s bis in Höhen von 10 000 km durch die Chromosphäre emporschießen.

Die Tatsache, des statt von innen nach außen umgekehrt zunehmenden Temperaturverlaufs wird dadurch erklärt, indem man die Aufheizung höherer Gasschichten von innen her auf Stoßwellen zurückführt, die ihre Energie aus der inneren Wasserstoff- Konvektionszone beziehen. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Energie inform von Schallwellen durch die Photosphäre transportiert werden könnte. In der geringeren Dichte der hohen Chromosphäre sollen Schallwellen in Stoßwellen mit Überschallgeschwindigkeit übergehen. Indem sich diese mechanische Energie in thermische wandelt, soll die Aufheizung der Chromosphäre, die mit der koronalen Aufheizung zusammenhängt, erfolgen.
Die Spikulen erscheinen als die Fortsetzung der Granulen, die den Energietransport verursachen sollen, die wiederum ihre Energie von den Sonnenflecken beziehen dürften.
Wegen sehr geringer Dichte liegt die Helligkeit der Chromosphäre weit unter der Photosphäre.
Die Farbhülle kann daher nur als Farbsaum um den Mondrand gesehen werden, wenn bei einer Sonnenfinsternis der Mond die 0.5´´ durchmessende, strahlendhelle Photosphäre gerade verdeckt. Der Name “Farbhülle” leitet sich davon ab. Das dabei kurz sichtbare Spektrum der Chromosphäre wird daher auch Flash-Spektrum genannt.
Die Dichte der Chromosphäre wird mit 10-12 g/cmangenommen. Auch das in das Zodiakallicht des Sonnensystems übergehende Gas der Korona ist noch viel dünner als der Idealfall irdisch machbaren Vakuums. Die Temperatur kann unmöglich bei stark abnehmender Gasdichte durch Schallwellen von 4000 °C auf 30 000 -
100 000°C ansteigen.
Eine Rückstrahlung aus der 1 Mio. Grad heißen und dementsprechend dünnen Korona auf die obere Chromosphäre erfolgt nicht, wenn man davon ausgeht, dass der Energietransport durch die energiereiche kosmische Strahlung direkt und indirekt erfolgt. Zum einen durch die Einfallswinkel direkt durchsetzender Strahlen und zum anderen durch den Ausfallswinkel an der Glanzschicht reflektierter Strahlen, die sich wiederum in der Chromosphäre (Ionosphäre) brechen und die Überanregung oberer Gasschichten mitbewirken können.
Die Vorgänge der Photos- und Chromosphare fasst man unter dem Oberbegriff der Sonnenatmosphäre zusammen. Auch wenn die physikalischen Zusammenhänge in der Sonennatmosphäre noch nicht genau bekannt sind, steht das  “Hageln” oder “Abregnen”  der Protuberanzen in die Chromosphäre, zig Millionen Blitzkanälen dementsprechender Knoten, Punkten hell-dunklen Maschennetzes (Flocculi, Spekuli) oberer Chromosphäre, sicher in Beziehung mit den Granulen und Magentfeldern der Sonnenflecke.
In der unteren Chromosphäre und angrenzenden Glanzschicht dürfte dagegen infolge ableitender, brodelnder Granulen bis in 4000 km Höhe ein ziemliches thermisches Gleichgewicht herrschen.
 
Der Apotheker und Amateurastronom Heinrich Schwabe (1789 - 1875), entdeckte bei seinen seit 1846 systematisch durchgeführten Sonnenbeobachtungen die elfjährige Sonnenfleckenperiode. Nach dem Minimum erscheinen die ersten Flecke zu Beginn eines neuen Zyklus zwischen ±30° u. ±45° heliographischer Breite. Mit fortschreitendem Zyklus nähert sich die Aktivitätszone dem Sonnenäquator. Der Ausbruch ist von der örtlichen Fliehkraft und plastischen Beschaffenheit der Oberfläche abhängig. Während in Äquatornähe Flecken des alten Zyklus vergehen, beginnt in höheren Breiten bereits die neue Fleckenaktivität. Im Maximum treten sie bei ±15° Breite auf (Spörersches Gesetz).
Die ansteigende Kurve zum Maximum (4.9 Jahre) verläuft stets steiler als die abfallende zum Minimum (6.2 Jahre).  Die Zeitspanne zweier Fleckenminima bezeichnet einen Fleckenzyklus, der ab dem Minima 1755.2 (Zyklus Nr. 1) fortlaufend gezählt wird (mit Minimum 1964.7 begann z.  B. der Zyklus Nummer 20).

Die Periode der Sonnenfleckenaktivität dauert im Mittel 11 Jahre, schwankt jedoch zwischen 7 u. 18 Jahre. Manche versuchen die zyklische Sonnenfleckenzahl mit periodischen Planetenstellungen in Verbindung zu bringen (vgl. R. Liese: Hinweise auf Zusammenhänge zwischen den Planeten und den Sonnenfleckenperioden, Verlag Technische Universität Hannover 1971; P. Ahnert: Beeinflussen die Planeten und ihre Konjunktionen die Aktivität der Sonne?, Kalender für Sternfreunde 1983, Barth-Verl.  1982, S. 160-161; Jan van der Lip: Eine Abschätzung über den Einfluß der Planeten auf die Sonne, in Sterne u.  Weltraum, Heft 6-7/1981, S. 234f).

Die herausgeschleuderte Materie unterliegt der Gravitation und den magnetischen Kraftfeldern der Sonne, so daß der größte Teil entlang der Feldlinien zurück zur Oberfläche strömt; denn die ausströmenden Gase bzw. Ladungen befinden sich in heftigster Dreh- u. Wirbelbewegung, wodurch die starken Magnetfelder der Sonnenflecke erzeugt werden.
Sonnenflecke treten meist paarweise bzw. bipolar auf, wobei der eine Fleck der magnetische 'Nordpol', der andere der 'Südpol' bildet. Um die Zeit des Maximums der Fleckenaktivität kehren sich die Verhältnisse um; der in Richtung Sonnenrotation vorausgewanderte zuvor negative Fleck, ist nun der positive. Die magnetischen Eigenschaften der nördl. Hemisphäre sind stets umgekehrt zu denen der Südhalbkugel. Da diese mit dem elfjährigen Rhythmus der Fleckenaktivität wechseln, dauert die Gesamtaktivität der Sonne durchschnittlich 22 Jahre. 

Schwerebeschleunigung an der Sonnenoberfläche 274 m s-2 (das 28fache der irdischen Schwerkraft).  Fallhöhe in der 1. Sek.: 136.8 Meter. Geschwindigkeit zur Aufrechterhaltung einer Kreisbahn 437 km/s *
Å2 = Entweichgeschwindigkeit 618 km/s (Erde 11 km/s). Eruptionen mit Geschwindigkeiten über 618 km/s können die Erde erreichen oder in den interplanetaren Raum entkommen.               

Wir sehen eine strahlendhelle, aber kleine Sonnenscheibe (1 Pfennigstück in 1.8 m entspricht ihrem scheinbaren Winkeldurchmesser [0°31'59.26'']). Wegen der großen Entfernung (149.6 Mill. km) sehen wir die 1.392 Mill. km große Sonne nur unter diesem kleinen Winkel (0.533127° * 149600000 km/57.29578 = 1 392 000 km). Auf dem sonnenächsten Planeten Merkur vergrößert sich ihr mittl. scheinbarer  Winkeldurchm. auf 1°44' (1 Pfennig in 0.5 m Abstand).

Weiterführende Literatur für interessierte Leser: J. Lorber, Die natürliche Sonne. 6. Auflage 1980. Lorber-Verlag, Bietigheim.
Sonne, Mitteilungsblatt der Amateur-Sonnenbeobachter, Wilhelm- Foerster-Sternwarte, Munsterdamm 90, D-12169 Berlin. Handbuch für Sonnenbeobachter, 2.  Auflage (z. Zt. vergriffen). Wilhelm-Foerster-Sternwarte. Solar AstronomyHandbook. ISBN 0-943396-47-6. Willmann-Bell Inc. P.O. Box 35025 - Richmond, Virginia 23235.  USA. Amerikanische Ausgabe des Handbuch für Sonnenbeobachter. G.D. Roth, Handbuch für Sternfreunde, Springer-Verlag.
R.C. Carrington, Observations of the Spots on the Sun from November 9, 1853, to March 24, 1861, made at Redhill, London/Edinburgh 1863 (u.a. in der Stadtbibliothek Köln vorhanden).
Aufsätze & R. Müller, Sichtbedingungen bei Sonnenbeobachtungen. Sterne und Weltraum, Heft 8/1962, S. 170. G. Hirth, Zwei preiswerte Sonnenphotometer. Sterne und Weltraum, Heft 2/1985, S. 96-97.  W. Brugger, Ein Mondphotometer. Sterne und Weltraum, Heft 10/1986, S. 549. J. Pröll und D. Staps, Die Sonnenfinsternis vom 23.10.1976. Sterne und Weltraum, 1/1979, S. 20-24.  H.-J.  Nitschmann, Über die amateurmäßige Beobachtung der Sonne. Die Sterne, Heft 1-2/1953, S. 23-28.

Hekate - oder der schwarze Mond im Diamantring
 
Das Naturschauspiel einer totalen Sonnenfinsternis wird durch das proportionale Abstands- u.  Größenverhältnis Sonne - Erde - Mond möglich. Die Sonne ist zwar 400 mal größer als der Mond, aber 400 mal weiter entfernt.  Ihr scheinbarer Winkeldurchm. ist daher gleich groß.
Im Jupitersystem erreicht der Mond Kallisto von den Monden Ganymed oder Europa aus gesehen, der Mond Europa von Ganymed, und die Monde Io, Europa u. Ganymed von Kallisto aus gesehen, die scheinbare Winkelgröße der Sonne; dort können ebenfalls kongruente totale Sonnenfinsternisse stattfinden, wobei der scheinbare Sonnendurchmesser allerdings nur 5.8'-6.5' beträgt (1/5 unseres Sonnendurchm.). Die eindrucksvollen Korona- u. Protuberanzerscheinungen entstehen nur bei kongruenten Bedeckungen. Das Abstandsverältnis ist hier nicht allein maßgeblich; denn wie die Größe aller anderen bekannten Monde im Verhältnis zu der ihrer Zentralkörper zeigt, besitzt unser Trabant geradezu planetare Ausmaße. Das Kongruenz-Phänomen des »Doppelplaneten« ist daher einmalig im Sonnensystem.

Vor 1930 mußten die Sonnenforscher außerordentlich viel Geduld und Reiselust besitzen; denn monatelange beschwerliche und abenteuerliche Auslandsexpeditionen mit dem Instrumentatrium waren nötig, um eine Sonnenfinsternis beobachten zu können.
1930 erfand der franz. Astronom B.F. Lyot (1897-1952) ein spezielles Teleskop zur Sonnenbeobachtung, das er »Koronograph« nannte. Der Koronograph erzeugt eine künstliche Sonnenfinsternis, so daß die Beobachtung des Sonnenrandprofils, der Protuberanzen und Korona, der einer natürlichen Sonnenfinsternis in nichts nach steht.
Der Mond ersetzt eine Münze nahzu im scheinbaren Winkeldurchm. der Sonne, welche die gleißende Helligkeit der Sonne abdeckt. Koronographen, die in Meeresspiegelhöhe aufgrund geringer Bildkonstraste versagen können, werden daher vorzugsweise auf sehr hohen Bergen eingesetzt.

Grabräuber fanden das 299 v. Chr. errichtete Grabmal des Kaisers Hsiang. Im Grab lagen bis ins Jahr 2000 v. Chr. zurückreichende Bambusannalen. Danach ging an einem Frühlingstag im ersten Jahr der Herrschaft des Kaisers Yü, die Sonne für den Ort Cheng zweimal auf.
Mit einer kurz vor Sonnenaufgang einsetzenden Sonnenfinsternis wurde der helle Morgenhimmel wieder dunkel. Das erst mit fortschreitender Finsternisbeendigung zunehmende Tageslicht erschien den Einwohnern der Ortschaft Cheng wie ein zweiter Sonnenaufgang.

China liegt im Sonnenaufgangsgebiet der Finsternis vom 20.4.899 v. Chr. Sonnenaufgangszeit für den Ort Chengde (41°6' n.  Br., 117°48' östl. Länge): 5 Uhr 25.0m MOZ. Nach der Gezeitentheorie verlangsamt sich die Erdumdrehung ständig. Allein dadurch verlängert sich der Tag pro Jhd. um 0.0018 Sek.  Der Tag war somit vor (-9 Jh. v.  Chr.  - 20 Jh. n.  Chr.  =) -29 Jh * 0.0018 Sek = -0.05 Sek. kürzer. Die Uhrzeit dieser Finsternis kann infolge der Sonnenaufgangsangabe ziemlich präzise berechnet u. die damalige Tageslänge bestimmt werden. Demnach war der Tag vor 3000 Jahren -0.054 Sek. kürzer (Stephenson/Morrison: l.o.d. (length of day) -0.054 Sek. = (2*(
D T-1850))/ (36525*(t-9.48))+0.0119. t = -8.98 Jhd., DT 24200 Sek.).
Die Tagesverlängerung summiert sich im Laufe der Jahrtausende beträchtlich auf und der Zeitunterschied gegenüber dem 900 Jhd. v. Chr. beträgt demnach 6.2 bis 6.7 Std.  (überschlägig: -898-1850 Jahre = -2748 Jahre * 365.25 julian.  Tage /2 * -0.05 Sek.  /3600 Sek.  = etwa 7 Std.
Bei konstanter Erdrotation läge das Sonnenaufgangsgebiet über Osteuropa, aber durch Aufsummierung der Tageslängenverkürzung liegt es 6.2 Std.bzw.  93°  östlicher über China.  Sarosnr.  143.  Lunationsnr.  -340603.

Der Tag an dem die Sonne zweimal aufging.
Datum................:  20.4.-898  (Taste T,J) 
UT = TT - 
DT...:  22367s
Uhrzeit...............:   21h34m8s UT (=5h25m20s MOZ)
Geograph.  Breite:  41o6´       
Geograph.  Länge:  117o48´      
NN.....................:   0        
Ort.....................: Chengde/China

Die Sonnenfinsternis mit dem frühesten überlieferten Datum war vor 4100 Jahren. Im alten China glaubte das Volk eine Finsternis entstünde, weil ein furchtbarer Drache die Sonne verschlinge, der nur durch viel Lärm, Heulen, Knallen u. Trompeten, verscheucht werden könne. Es mußte ihm solcher Schrecken eingejagt werden, daß er die Sonne wieder ausspie. Für die Vorwarnungen derartig schrecklicher Ereignisse waren die Hofastronomen des Kaisers Tschung-kangh Hi u. Ho zuständig, die jedoch - nach der Schu-King Chronik - der Trunksucht verfallen waren u. darüber den Kalender vernachlässigten, so daß der Drache ohne Gegenwehr die Sonne für immer zu verschlingen drohte.  Der Kaiser ließ Hi u.  Ho hinrichten.  Sarosnr.  99.  Lunationsnr.  -49909.  Phase für Peking 85.2 %.

Sonnenfinsternis - Hi und Ho.
Datum................:  22.10.-2136  (Taste A)
Uhrzeit...............:   0h36m5s UT (=8h21m57s MOZ Pking)
Geograph.  Breite:  39o54´       
Geograph.  Länge:  116o28´      
NN....................:   0        
Ort....................: Peking

Kirch berichtet in Memoires de l'Academie de Berlin, Bd. III, S. 166 u.  Bd. V, S. 193, daß im alten China eine Ära galt, die mit der Sonnenfinsternis vom 28.2.2449 v. Chr. (Merkur, Mars, Jupiter u.  Saturn im Sternbild Widder) begann. Neugebauer zeigte, daß die Sonnenfinsternis 1 Monat früher, am 29.1.2449 v.  Chr. stattfand - Mars in Konj. mit Jupiter nahe Saturn im Sternbild Widder.

Vor 50 Jahren wurde in Syrien die Stadt Ugarit ausgegraben, die zwischen 1400 v. Chr. bis zu ihrer Zerstörung um 1200 v. Chr., kulturell in Blüte stand. Nach einer Übersetzung von J.F.A. Sawyer zeugt eine der aufgefundenen Tontafeln von einer Sonnenfinsternis: »Der Tag des Neumond im Monat Hiyar wurde beschämt. Die Sonne ging unter bei Tage mit Rashap im Gefolge. Der Oberherr wird angegriffen werden von seinen Vasallen.«

Für Ugarit (nördl.  Breite 35°35' u. östl.  L. 35°47') entstanden zwischen 1450 v. Chr. u.  1200 v. Chr. mehrere hundert Sonnenfinsternisse, von denen aber nur eine in den Monat Hiyar (April/Mai) fiel u. nahezu total war (am 3.5.-1374).  Sarosnr.  106.  Lunationsnr.  -40490.

Division der Länge durch 15° (24 h = 360°, 15° = 1 h tägl. scheinb. Himmelsumdrehung) mit entsprechendem Vorzeichen (östl.  Länge plus, westl. Länge negativ) zur UT addiert, ergibt die genäherte mittlere Ortszeit des Ereignisses. (35°+47'/60')/15° = 2.3855556 Längendifferenz in Std.  2h+52m/60+53s/3600 = 2.881389 UT + 2.3855556h = 5.266945 Uhr mittl. Ortszeit der größten Phase (5 Uhr 16.0 Min.  MOZ). Phase 98.9 %. Sonnenaufgang um 2h54.8m UT = 5h17.9m MOZ.
Vom 19.7. bis 22.7.-1374 stand die Sonne in Konjunktion mit Mars (Rashap) zusammen mit dem hellen Königsstern Regulus im Sternbild des Löwen.

Die Finsternis vom 31. Juli 1063 v. Chr. notierten die Babylonier. Die Keilschrift lautet: »Am 26.  Tage des Monates Sivan im 7. Jahr wurde der Tag zur Nacht u. Feuer entstand«. Sarosnr.  128.  Lunationsnr.  -36628.
Sonnenfinsternis - Babylon                                                                                              
Datum................:  31.7.-1062
Uhrzeit...............:   2h59m37s UT
Geograph.  Breite:  33o30´       
Geograph.  Länge:  44o42´      
NN....................:   0        
Ort....................: Babylon

Die Finsternis vom 6.4.648 v. Chr. wird vom griechischen Dichter Archilochos erwähnt: »Schwöre nichts Unmögliches, wundere Dich über nichts, seit Zeus den Mittag zur Nacht machte, die Sonnenstrahlen versteckte u. wehe Furcht den Menschen packte«. Sarosnr. 128. Lunationsnr.  -31499.
Sonnenfinsternis des Dichters Archilochos.                                                                           
Datum................:  6.4.-647
Uhrzeit...............:  7h22m7s UTGeograph.  Breite:  37o       
Geograph.  Länge:  25o12´      
NN....................:   0        
Ort....................:  Insel Paros

Die Aufzeichnungen alter Chronisten enthalten viele Hinweise auf spektakuläre Finsternisse, die besonders den Historikern ermöglichen die Daten wichtiger geschichtlicher Ereignisse genau zu bestimmen.  So war bekannt, daß Anfang des 6. Jahrh. eine Schlacht am Halys zwischen Lydiern u. Medern unter ihren Königen Alyattes u. Cyaxares entbrannte. Ein Chronist des Altertums berichtet (Herodot, Historien I,74): »Krieg war zwischen Lydiern u. Medern ausgebrochen und tobte 5 Jahre mit wechselndem Erfolg...als während eines Kampfes im 6. Jahre das Schlachtgetümmel heftig anwuchs, wurde der Tag plötzlich zur Nacht...«.
Dabei handelt es sich um die von Thales von Milet vorhergesagte Finsternis vom 28.5.585 v. Chr., so daß auch das Datum der Schlacht feststeht.
Mit abnehmendem Sonnenlicht erlahmte das Kampfgetümmel. Das Heulen von starker Furcht ergriffener Söldnerhorden drang von nah und fern durch die sich über dem Schlachtfeld ausbreitende Finsternis. Nach diesem Inferno schlossen die Heerführer endlich Frieden miteinander, heilfroh dem schrecklichen Weltgericht nicht anheim gefallen zu sein.  Sarosnr. 147.  Lunationsnr.  -30718.  Sonnenuntergang 17h1.3m UT.
Sonnenfinsternis des Thales von Milet.
Datum................:  28.5.-584
Uhrzeit...............:  15h26m13s UT
Geograph.  Breite:  40o       
Geograph.  Länge:  33o      
NN....................:   500        
Ort.....................:  Halys
Max.  Phase 102.97 %.

Die Finsternis vom 30.4.463 v. Chr. beschrieb der griech. Dichter Pindar: »Oh Sonnenstrahl, der Du weit blickst, was wirst Du ersinnen? Ach Höchster der Sterne, der Du uns beim Licht des Tages entrissen bist! Warum hast Du die Macht des Menschen und die Pfade der Weisheit verwirrt, indem Du nun auf dunklen Wegen forteilst? Gott kann das reine Licht des Tages in eine dunkle Wolke einhüllen«.  Sarosnr. 140. Lunationsnr.  -29210.
Sonnenfinsternis des Dichters Pindar.
Datum................:  30.4.-462
Uhrzeit...............:  12h20m47s UT
Geograph.  Breite:  38o18´  
Geograph.  Länge:  23o21´ 
NN....................:   0 
Ort....................:  Theben

Finsternisbeschreibung des Dichters u. Chronisten Thukydides (2. Peloponnesischer Krieg) am 3.8.431 v. Chr.: Zu Beginn eines Mondmonats wurde am Nachmittag die Sonne verfinstert, dabei wurden einige Sterne sichtbar. Beginn des Peloponnesischen Krieges. Sarosnr. 138. Lunationsnr.  -28811.
Sonnenfinsternis des Thukydides.
Datum................:  3.8.-430
Uhrzeit...............:  15h27m51s UT
Geograph.  Breite:  38o18´  
Geograph.  Länge:  23o21´ 
NN....................:   0 
Ort....................:  Theben

Agathokles, Flottenbefehlshaber aus Syrakus, wurde am 15.8.310 v.  Chr. vor Afrikas Nordküste von einer Finsternis überrascht, wo er Krieg mit den Karthagern führte (Diodor, Hist.  Bibliothek 25): Am nächsten Tage ereignete sich eine Finsternis bei der viele Sterne sichtbar wurden.  Sarosnr.  159.  Lunationsnr. -27314.
Sonnenfinsternis des Agathokles.
Datum................:  15.8.-309
Uhrzeit...............:   6h3m  UT
Geograph.  Breite:  37o´  
Geograph.  Länge:  12o37´ 
NN....................:   0 
Ort....................:  0

Finsternis des Hipparch vom 20.11.129 v. Chr. Verfinsterung der Sonne in Alexandria 4/5 (83.07 %), während sie im Helespont total war. Sarosnr. 169. Lunationsnr. -25072.
Sonnenfinsternis des Hipparch.
Datum................:  20.11.-128
Uhrzeit...............:  13h35m49s UT
Geograph.  Breite:  31o11´  
Geograph.  Länge:  29o54´ 
NN.....................:   0 
Ort.....................:  Alexandria

Der Österreichische Maler u. Dichter Adalbert Stifter erlebte in Wien die Sonnenfinsternis 8.7.1842: »Es gibt Dinge, die man fünfzig Jahre weiß, und im Einundfünfzigsten erstaunt man, über die Schwere und Furchtbarkeit ihres Inhalts. So ist es mir mit der totalen Sonnenfinsternis ergangen, welche wir in Wien am 8.7.1842 in den frühen Morgenstunden bei günstigem Himmel erlebten.- Nie in meinem ganzen Leben war ich so erschüttert; von Schauer u. Erhabenheit wie in den zwei Minuten, es war nicht anders, als hätte Gott auf einmal ein deutliches Wort gesprochen u. ich hätte es verstanden«.  Sarosnr. 214. Lunationsnr. -711.
Sonnenfinsternis  am 8.7.1842.
Datum................:  8.7.1842  (Taste T,J) 
UT = TT - 
DT...:  6s   
Uhrzeit...............:   5h44m51s UT
Geograph.  Breite:  48o12´36´´    
Geograph.  Länge:  16o22´42´´      
NN....................:   0        
Ort.....................:  Wien

Ringförmige Sonnenfinsternis 16.1.1991 nahe Saturn. Sarosnr. 221. Lunationsnr. 1126. Kriegsausbruch am Persischen Golf 16.1.1991. Saturnbedeckung durch den Mond 16.1.1991.
Sonnenfinsternis - Kriegsausbruch am Persischen Golf.
Datum................:  16.1.1991  (Taste T,J)  
UT = TT - 
DT...:  58s   
Uhrzeit...............:   0h51m35s UT
Geograph.  Breite:  -33o40´    
Geograph.  Länge:  -135o34´      
NN....................:   0        
Ort....................:  -
Größte Phase 53.18 %.

Umschreibungen des hellen Scheins um die verfinsterte Sonne finden sich bereits in den Chroniken der Antike. Clavius hielt die Korona der Totalität vom 9.4.1567 für den unbedeckten Sonnenrand einer ringförmigen Finsternis. Kepler sah darin die Mondatmosphäre. Erst Mitte des 18 Jhd. setzte sich die Überzeugung durch, daß Strahlenkranz u. Protuberanzen der Sonne angehören.
Erste genau beschriebene Sonnenfinsternis.
Datum................:  22.12.968  (Taste T,J)     
Uhrzeit...............:   8h52m15s UT
Geograph.  Breite:  40o39´     Saronsnr. 205
Geograph.  Länge:   19o36´    Lunationsnr. -11515  
NN....................:   0        
Ort....................:  -

Die Protuberanzen der Finsternis vom 12.5.1706 wurden wohl erstmals von Jacob Scheuchzer in Zürich u. Stannyan in Bern beobachtet (Mädler, Geschichte der Himmelskunde I). Sarosnr. 223. Lunationsnr. -2395.
Entdeckung der Protuberanzen.
Datum................:  12.5.1706
Uhrzeit...............:   9h20m5s UT
Geograph.  Breite:  47o22´    
Geograph.  Länge:    8o33´      
NN....................:   400        
Ort....................:  Zürich

Skandinavische und russische Astronomen photographierten erstmals die Korona der Sonnenfinsternis vom 28.7.1851. Die Photodokumente dienten 1860 als Beweis, daß die Protuberanzen nicht dem Mond, sondern der Sonne angehören.

Nach der Theorie Albert Einsteins ist das Schwerefeld der Sonnenmasse eine Resultante der dadurch entstandenen Raumkrümmung. Das Licht eines Sterns zeigt demzufolge eine entsprechende Ablenkung, die am Sonnenrand theoretisch 1.75'' ausmacht. Den Nachweis der Lichtablenkung im solaren Schwerefeld erbrachte die Beobachtung der Sonnenfinsternis vom 29.5.1919 mit 2.2'', bestätigt durch die Sonnenfinsternis vom 21.9.1922. Sarosnr. 226. Lunationsnr. 240. Totalität 3m44s.

Sonnenfinsternis - Einsteinsche Lichtablenkung.
Datum................:  29.5.1919  (Taste T,J)
UT = TT - 
DT...:  21s
Uhrzeit...............:   14h43mUT
Geograph.  Breite:  -6o41´12´´    
Geograph.  Länge:   28o28´12´´      
NN....................:   0        
Ort....................:  -Saros
 
Der Winkel der Mondbahnebene mit der Erdbahnebene (Ekliptik) beträgt rund 5 Grad, so daß Sonnenfinsternisse nur bei Neumond nahe dem aufsteigenden oder absteigenden Mondknoten entstehen können. Bei max. ekl. Breite u. Neumond zieht der Mond bis zum 10fachen seines Durchmessers nördl. oder südl. der Sonne vorüber. Passiert der Mond den auf- oder absteigenden Bahnknoten (China: Drachenkopf u.  Drachenschwanz) bei Neumond u. geringer geozentr. ekl.  Breite (b<1.6°), kommt es zwangsläufig zu einer Bedeckung.
Die Mondknoten wandern täglich ein Stück nach Westen u. brauchen für einen Umlauf 18.6 Jahre.  Da der Knoten der Sonne entgegen wandert, braucht sie nur 346.62 Tage (Finsternisjahr) um wieder denselben Knoten zu erreichen. Der Mond erreicht durchschnittl. alle 29.5306 Tage die gleiche Phase (synod.  Monat). Eine Finsternis kann daher nur entstehen, wenn ein Vielfaches von 29.5306 gleich dem von 346.62 ist, was nach 242 drakonit. Monaten oder 223 Neumonden u. 19x Durchgang der Sonne durch den Mondknoten nahezu erreicht ist.

Sarosperiode:
Synod.  Monate      29.5305881 Tage  * 223  Lunationen = 6585.321146 Tage
Drakon.  Monate    27.2122199 Tage *  242 Lunationen =  6585.357216 Tage
Finsternisjahr        346.6200311 Tage *   19  Lunationen =  6585.780591 Tage

Die Chaldäer gaben dieser Finsternisperiode mit 223 Lunationen (12 Lunationen [1 Mondjahr] kürzer als der Metonische 19j. Zyklus mit 235 Lunationen) den Namen Saros. Gleichartige Finsternisse wiederholen sich daher erst nach Ablauf einer Sarosperiode (6585.34 Tage oder 18 Jahre 11.34 Tage [bei 4 Schaltjahren] bzw.  18 Jahre 10.34 Tage [bei 5 Schaltjahren]).
 
Bei ganzzahligem Verhältnis entstünde die Finsternis am gleichen Ort. Da der Saros eine volle Tagesanzahl u. 1/3 Tag umfasst, drehte sich die Erde um 360° mal 0.34 Tage = 122 Grad weiter, wodurch sich die gleichartige Finsternis nach 18 Jahren u. 11.34 Tagen 8 Std. später an einen 122° westlicher gelegenen Ort wiederholt. Nach 3 Sarosperioden (54 Jahre und 33 Tage) wiederholen sich die Sonnenfinsternisserie um 1 Stunde früher, zwar noch in nahezu gleicher Erdregion, aber bei beträchtl. geograph.  Breitenunterschied. Da mehrere Serien nebeneinander ablaufen, treten innerhalb eines Jahres die unterschiedlichsten  Finsternisarten ein.

Ein Saroszyklus bricht nach etwa 11 bis 14 Jhd. ab, da die Finsternisse mit fld.  Saros von Pol zu Pol der Erde wandern, dort enden bzw. beginnen, äquatorial ihr Maximum erreichen, bis schließl. die kleinsten polaren Finsternisse ausbleiben. Längere Perioden (358, 716, 3087, 6444 [= 521 julian.  Jahre], 6890, 9977 Lunationen, Finsternisperiodizität) ergeben bessere Übereinstimmungen. Mit gerader Sarosnummer beginnt die Finsternis im absteigenden, mit ungerader Sarosnr. im aufsteigenden Knoten der Mondbahn. Die Finsternisse werden im Intervall der gewählten Lunationsperiode angezeigt.
Die Sarosnummern nach G. van den Bergh unterscheiden sich von den hier angegebenen stets um die Zahl 90. Sonnenfinsternis 3.11.1975 Sarosnr.  213 - 90 = G. van den Bergh Sarosnr.  123.

Wegen der Differenz von 242 drakont. und 223 synod. Monaten zu 6585.357216 u. 6585.321146 Tagen (= 0.0361 Tage * 13.1764° mittl. tägl. Mondbewegung = 0.4757 Grad), driften Neu- oder Vollmondeintritte und Knotenpassagen einer Sarosserie um zuerst 0.0361 Tage (0.4757°), 0.0722 Tage (0.9514°), 0.1083 Tage (1.4271°) usw. auseinander, bis schließl. die Distanz zwischen Neumond und Knotendurchgang außerhalb der Grenzen liegen, in denen Finsternisse vorkommen können.                       
Die Entstehung einer Sonnenfinsternis ist möglich, wenn der Neumondabstand vom Mondknoten mindestens 15.4-18.4 Grad beträgt. Eine Sarosserie kann daher 15.4°*2/0.4757° u.  18.2°*2/0.4757° = 65-77 Sonnenfinsternisse umfassen und 1172-1388 Jahre dauern (1388 = Sarosperiode 18.03 Jahre * 77). Ereignen sich die Finsternisse am aufsteigenden Mondknoten, beginnt Saros Nr. 1 mit einer partiellen Finsternis am Südpol der Erde, bei 15.4-18.4 Grad westl. Neumondabstand vom Knoten. Die Serie endet mit dem 65-77 Saros am Nordpol bei 15.4-18.4 Grad östl. Neumondabstand vom Knoten, während Finsternisse am absteigenden Knoten umgekehrt am Nordpol beginnen und am Südpol enden, da die ekl. Breite des Mondes beim Passieren des absteigenden Mondknoten von Norden nach Süden wechselt.
Beträgt die Periode 223 (Saros) oder 358 (Inex) Neumonde, sind alle Finsternisse mit einem Saros bzw. Inex Abstand wählbar. Der Saroszyklus Nummer 215 beginnt (b) z. B. am 4.2.1060 p, dauert 1298 Jahre, umfasst 73 Finsternisse (33 p, 33 r, 3 rt, 4 t) u. endet (e) am 9.4.2358 mit einer p-Finsternis. Unterschiedliche Sonnenfinsternisperioden (z. B. Saros- mit 223 Lunationen u.  Inexkombinationen mit 358 Lunationen o.a.) können eingegeben werden.

Finsternischarakteristik
 
Während des Durchgangs durch den aufsteigenden oder abst. Mondknoten können mehrere Finsternisse entstehen (anschl. wieder nach einem 1/2 Jahr, beim Passieren des anderen Knoten).  Da der Neumond in 29.53 Tagen rund 29° fortschreitet und die Grenze für Sonnenfinsternisse 2*18.4° beträgt, müssen pro Jahr mindestens 2 Sonnenfinsternisse eintreten. Max. sind 5 Sonnenfinsternisse im Jahr möglich. Eine totale Finsternis ist auf eine 270 km breite Zone begrenzt u. für einen bestimmten Ort daher ein sehr seltenes Ereignis, das in 200 - 300 Jahren einmal eintritt.
Die Schattenspitze bzw. -achse des lunaren Kernschattenkegels kennzeichnet die Zentrallinie (Fig.  6). Der Kernschattendurchmesser bei einer totalen Sonnenfinsternis wird bis zu 270 km breit (bei ringförmigen Finsternissen etwa 390 km).
Die Entfernung des nördl. vom südl.  Begrenzungsortes der zentr.  Finsterniszone (Mond tangiert den nördl. bzw. südl. Sonneninnenrand) kann viele hundert Kilometer betragen, z. B. über 1000 km - Finsternis 15.7.-857, Fig. 35 -, da der Schatten des Mondes auf der Erdoberfläche sich besonders im Polarbereich bei tiefstehender Sonne entsprechend verlängert
Wegen Mondbewegung u. Erdrotation streicht der Kernschattenkegel im Mittel mit 2100 km/h über die Erde. Die Totalität (Bedeckung >100 %) dauert daher am Äquator nicht länger als 7.6 Min. (max.  6.6 Minuten auf 45° geograph. Br.). Maximaldauer einer totalen Sonnenfinsternis: Mond im Perigäum, Erde nahe Aphelion, Schattenachse (Zentrallinie) äquatornah.
Von einer Anhöhe gesehen, bei sehr schmaler Sonnensichel, etwa 1 Minute vor u. nach der Totalität, ist das unheimlich wirkende herannahen flimmender Luftschlieren zu beobachten - dunkle Streifen etwa 4 bis 5 pro Quadratmeter. Diese sog. »Fliegenden Schatten« bewegen sich mit rund 1 km/Sek.  über den Erdboden.

Finsternisarten:
Totale zentrale Finsternis (Zentrallinie)   t 
Totale nichtzentrale                              (t)
Ringförmige zentrale                              r
Ringförmige nichtzentrale                      (r)
Ringförmige totale                                 rt
Ringförmige totale nichtzentrale            (rt)
Partielle Finsternis                                 p

Theoretisch kann eine nicht zentrale rt-Finsternis »(rt)« innerhalb 250 Mill. Jahren einmal vorkommen. Eine rt-Finsternisse kann eine rtr- oder tr-Entwicklung nehmen. Andere Finsternisarten kommen nicht vor.
 

Die Ausdehnung des vom Halbschatten begrenzten Finsternisgebiets umfaßt mehrere 1000 km (Fig.  6-10). Der Verfinsterungsanteil ist vom Standort innerhalb des Gebiets bedingt. Nahe der nördl.  Grenze des Finsternisgebiets tangiert der Mond den äußeren Südrand, nahe der südl. Grenze den äußeren Nordrand der Sonne.

Ist der Winkeldurchm. des Mondes etwas größer als der der Sonne, ist die Finsternis total (>=100 %).  Reicht die Schattenspitze gerade bis auf den Erdboden (Sonnen- u. Monddurchmesser sind gleich), schrumpft die Totalitätsdauer auf einen kurzen Moment zusammen - Finsternisart »(t)« oder »rt« -, dann tritt das sog.  Perlschnurphänomen auf, worauf schon 1715 Halley , 1737 MacLaurin hinwiesen u. F. Bailey 1836 genauer beschrieb.                                                                                                                   
Das Phänomen tritt infolge des Mondprofils auf. Das Sonnenlicht strahlt durch die Täler u. Ebenen der Berge des zerklüfteten Mondrandes, der dabei in viele funkelnde Lichtpunkte aufgelöst wird.

Bei etwas kleinerem scheinb. Winkeldurchmesser des Mondes ist die Finsternis ringförmig (<100 %). Die Ringförmige »r« dauert max. 12.6 Min. Maximaldauer einer ringförmigen Sonnenfinsternis: Mond im Apogäum, Erde im Perihelion, Schattenachse äquatorfern.

Eine am Anfang u. Ende ringförmige Finsternis (Schattenspitze endet über der Erdoberfläche) kann durch die Erdkrümmung total werden, wenn der Mond die kleinste Entfernung zur Erdoberfläche erreicht (»rt«). Die Dauer der Totalität kann Sekunden- oder Minutenbruchteile betragen.                    

Fällt nur ein Teil des Mondhalbschattens auf die Erde, streicht der Kernschattenkegel nördl. oder südl. an den Erdpolen vorbei, ist die Finsternis nur teilweise bzw. partiell sichtbar (»p«). Tangiert der Außenrand des Mondhalbschattens die Erde (Mond streift den Sonnenrand  [
g >=1.567]) beträgt die Maximalphase 0.001 (= 0.1 %). Tangiert der Innenrand des Mondhalbschattens die Erde, wird die Maximalphase (in Einheiten des Sonnendurchmessers) einer partiellen Finsternis mit 0.997 (= 99.7 %) erreicht.
Nicht zentrale totale »(t)« oder nicht zentr. ringförmige »(r)« Sonnenfinsternisse: Achse des Kernschattenkegels über der Erdoberfläche. Der äußere Rand des Kernschattenkegelmantels tangiert die Erdoberfläche.

Fundamentalebene
 
Taste E: Hier werden die Kern- u. Halbschattenquerschnitte des Mondes auf eine senkrecht zur Schattenachse und durch den Erdmittelpunkt verlaufenden Fundamentalebene projiziert (x,y,z).  Die x-Achse des rechtwinkligen Koordinatensystems (Schnittpunkt der Fundamentalebene mit der Äquatorebene) weist positiv nach Osten; die y-Achse zeigt positiv nach Norden; die z-Achse verläuft parallel zur Schattenachse u. zeigt zum Mond (Fig.  7,8,9). Elemente der Finsternis: d = Deklination der Größe z (d1 mit Erdabplattung); x, y (y1 mit Erdabplattung) von l1 u. l2 (l1 = Halbschattenhalbmesser, l2 = Kernschattenhalbmesser des Mondes), l Stundenwinkel der Schattenachse ab Nullmeridian. Abplattung 1/298.257 am Erdglobus berücksichtigt.


  


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